Zehntscheune Münchhausenhof
- Landkreis
- Schaumburg
- Samtgemeinde
- Rinteln, Stadt
- Gemeinde
- Rinteln
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Rinteln
- Adresse
- Münchhausenhof 1 -7
- Objekttyp
- Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- um 1560 - 1598
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- d0bb7aad-0279-403f-80b0-8098c6b03b1d
- System-ID
- #61432740
- ADABweb-ID
- 34069228
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Giebelständiger, freistehender Bau auf Bruchsteinsockel mit längsrechteckigem Grundriss von ca. 60 m Länge und 11 m Breite. Eingeschossig unter Satteldach in Ziegeldeckung, mit hohem Dachgeschoss als Speicherraum. Westgiebel in Bruchsteinmauerwerk mit Staffelung durch Kaffgesims, darin fünf regelmäßig angeordnete Fenster. Außermittiges Scheunentor, eingefasst in Quaderbossierung, links darüber Wappentafel Allianzwappen des Erbauers Hilmar und seiner Ehefrau, Dorothea von Münchhausen sowie die inschrifltiche Datierung 1598. Einfassung Giebelbekrönung als Obelisk auf Postament mit Löwenkopfrelief und Diamantquaderung in den Schmalseiten. Östliches Giebeldreick in Fachwerk. Im Kern eine Eichenfachwerkkonstruktion, welche entlang der südlichen Traufseite etwa zu 40 Prozent in östlicher Richtung und entlang der nördlichen Traufseite vollständig ersichtlich ist. In einer Längsausdehung von 34 Gefachen war der Bau vor der Sanierung gegen Ende des 20. Jh.von einem zweischiffigen Grundriss, d.h. mit einer mittig verlaufenden inneren Ständerreihe, charakterisiert. In den Fassadenabschnitten des Bruchsteinmauerwerks der südlichen Traufseite sandsteineingefasste quadratische Fenster mit Vorhangbögen. Errichtet um 1560 als Fachwerkbau, im Jahr 1598 erweitert um die bruchsteinmassiven Erweiterungen, u.a. Schaugiebel zur Straße.
- Denkmalbegründung
- Das Wirtschaftsgebäude Münchhausenhof 1-7, für welches gemeinhin die Nutzung als Zehntscheune angenommen wird, ist ein wichtiges bauliches Zeugnis der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Jahr 1598 erfolgte die Umgestelatung durch Hilmar II v. Münchhausen, welcher einen repräsentativen Schaugiebel errichten ließ, der dem Nutzbau im Kontext des städtischen Adelshofes ein herrschaftliches Erscheinungsbild verlieh. Am Erhalt des Bauwerks besteht aufgrund seiner bau-, kunst- und siedlungsgeschichtlichen Schauwerte, aufgrund des gebäudetypologischen Zeugniswertes sowie aufgrund der städtebaulichen Bedeutung als anlagen- und straßenbildprägendes Bauwerk mit großem Einfluss auf das räumliche Gefüge der Denkmalgruppe des Münchausenhofes ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61765773 | Adelshof
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

