Wohn-/Geschäftshaus
- Landkreis
- Lüneburg
- Gemeinde
- Lüneburg, Stadt
- Gemarkung
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Große Bäckerstraße 15
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1558
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, künstlerisch, städtebaulich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 30657067
- Objekt-Nr.
- 430
- Fachbereich
- Bau und Kunst
- Beschreibung
- Giebelständiger, zweigeschossiger Backsteinbau mit Zwischengeschoss unter Satteldach. Erdgeschoss als Laden- und Geschäftszone ausgebildet. Fassade vertikal betont durch strebepfeilerähnliche Ecklisenen und die Mittelachse einfassende, bis zur Firststaffel hochgeführte Lisenen aus gelbem Backstein. Dieser auch an den mit Formstein verzierten Stockwerksgesims und Ortgangfries. In den Bogenfeldern im zweiten Obergeschoss und über den Zwillingsblenden der Dachgeschossfenster jeweils ein Tondo mit Hexagramm. Südliche Traufseite mit einem tausteingerahmten Fries, in dem fünf Tondi mit polychrom glasierten Terrakotta-Medaillons mit Brustbildern eingelassen sind; darüber vier ungleich große Öffnungen einer ehemaligen Fensterarkadenreihe. In Höhe des Zwischengeschosses links neben einer vermauerten Segmentbogenöffnung ein Wappen der Familie Damingk. Rückwärtiger Dreistaffelgiebel mit First- und Traufstaffeln und einer Gliederung aus Tausteinblendbogen und kleeblattbogigen Zwillingsblenden sowie Ladeluken. Kelleranlage, teilsweise segmentbogg. Nach Osten ist ein Seitenflügel angesetzt. Errichtet wohl zeitgleich mit Seitenflügel 1558 (i). Erneuerung Westfassade mit Giebel zweite Hälfte 19. Jahrhundert. Umbau 1929 mit Ladeneinbau durch den Architekten Franz Krüger.
- Denkmalbegründung
- Das Gebäude Große Bäckerstraße 15 steht in städtebaulicher markanter Ecklage im Straßenraum von Glockenstraße und Große Bäckerstraße auf einer für Lüneburg typischen, tiefen Grundstücksparzelle eines Anwesens, dessen Besitzerfolge bis 1557 zurückverfolgt werden kann. Während die Gestaltung der straßenseitigen Westfassade historistisch geprägt ist, sind an der Südseite renaissancezeitliche Elemente und Schmuckformen erhalten. Die qualitätvoll ausgeführten Reliefbrustbilder im strengen Profil können der Werkstatt des Terrakottabildhauers Statius von Düren zugeordnet werden. An der Erhaltung des Gebäudes besteht somit aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte als beispielhafter Bautyp mit Zeugnis- und Schauwert für die Bau- und Kunstgeschichte, aufgrund seiner künstlerischen Bedeutung mit Erlebniswert für nicht alltägliche künstlerische Gestaltwerte sowie aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung als Element des räumlichen Gefüges einer Straße und als Teil der Altstadt von Lüneburg ein öffentliches Interesse.
- Gruppen (ID | Typ | Beschreibung)
- 30598911 | Altstadt (Baukomplex) | Historische Altstadt Lüneburg
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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