Rathaus
- Landkreis
- Helmstedt
- Samtgemeinde
- Königslutter am Elm, Stadt
- Gemeinde
- Königslutter am Elm
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Königslutter
- Adresse
- Am Markt 2
- Objekttyp
- Rathaus
- Baujahr
- 18.Jh. - 20.Jh.
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 3051bf95-9690-4fc2-9dd9-12d883e9c996
- System-ID
- #61383452
- ADABweb-ID
- 32650586
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Auf einer Eckparzelle südlich der Stadtkirche stehendes Rathaus als mehrflügeliger Baukörper auf einem U-förmigen Grundriss auf Kellersockel unter Mansardendächern in Krempziegeldeckung. Hauptgebäude vermutlich aus der ersten Hälfte des 19. Jh.: zweigeschossiger, teilunterkellerter Bau, mit massiven Sockelgeschoss und Fachwerk in den Obergeschoss. Westliche Schaufassade mit repräsentativen Eingangsportal mit Pilastergliederung und Stadtwappen, Fenster im Erdgeschoss in stark profilierter Sandsteineinfassung, Obergeschoss und Zwerchhaus in Schieferbehang mit Mustern. Die übrigen Wandflächen sind verputzt, im Obergeschoss schlichte Fenstereinfassungen sowie ein zum Teil verputztes Ziegelfachwerk, im Dachgeschoss befinden sich Gauben. Nördlicher Flügel wohl aus dem 18. Jh. auf älterem Kernbau: im Grundriss leicht geknickt, die Firsthöhe etwas niedriger. Im Erdgeschoss zum Kirchplatz ältere Mauerteile und veränderte Wandöffnungen. Obergeschoss in Fachwerk leicht vorkragend und überputzt. Hofseitiges Ziegelfachwerk im Erdgeschoss teilmassiv ersetzt. Fachwerkgefüge mit zweifeldigen Streben. Südlicher Flügel wohl aus der zweiten Hälfte des 20. Jh.: ebenfalls mit niedrigerer Firsthöhe, Fachwerkgefüge mit dreifeldigen Streben, im Süden mit gestrichener Ausfachung. Im Sockel ein sorgfältig gerundeter Stein über der Gosse.
- Denkmalbegründung
- Das heutige Rathaus ist ein altes Klosterhaus, dessen Eigentümer die Stadtpfarre verwaltete und von Abgaben und Frondienten befreit sowie mit Holz sowie Mastgerechtigkeiten versehen war. Zu den späteren Eigentümern dieses „Freihauses am Kirchhof“ zählte von 1579-1681 die Familie des Stiftsschreibers Julius Meyer und von 1681- 1795 der Familie des Oberförsters Eberhard Zoelner. In den Jahren 1796-1799 bewohnte auch der berühmte Arzt Dr. Samuel Hahnemann das Haus, wo er die Grundlagen der Homöopathie schuf. Ab 1799 befand es sich im Besitz des Hökers J. Chr. Ochendorf, 1905 wurde es schließlich städtisches Eigentum und somit zum Rathausgebäude. An der Erhaltung des Rathauses besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte sowie für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, aufgrund seiner künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für überregional nicht alltägliche künstlerisch-handwerkliche Gestaltwerte, wie auch aufgrund seiner städtebaulicher Bedeutung von prägendem Einfluss als Element des räumlichen Gefüges eines Platzes ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61380321 | Altstadt (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

