Steinwerk
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Osnabrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Innenstadt
- Adresse
- Rolandsmauer 23 A
- Objekttyp
- Steinwerk
- Baujahr
- vor/um 1250
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 283fb68e-fcb1-495f-a046-552396256a49
- System-ID
- #61708439
- ADABweb-ID
- 43806206
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Osnabruecker_Steinwerke
- Beschreibung
- In der Zeit vor/um 1250 errichtetes dachgewölbtes Steinwerk als dreigeschossiger Bruchsteinbau auf annähernd quadratischem Grundriss unter Satteldach. Im Dachgeschoss des Südgiebels befindet sich ein gekuppeltes gotisches Fenster mit Kleeblattbögen und Teilungssäulchen, darüber im Giebelfeld ein rekonstruierter Dreipass. Im rückwärtigen Giebelfeld ein original erhaltener Sechspass, darunter zwei Fensteröffnungen zum Dachgeschoss als Überreste gekuppelter Fenster erkennbar. Auf Höhe des Erdgeschosses wurden sowohl auf der Nord- als auch der Ostseite nachträglich größere Fenster mit Sandsteineinfassungen eingesetzt. An der westlichen Traufseite befinden sich die Zugänge zum Keller und zu den Obergeschossen. Der heutige Kellereingang nachträglich durch eine große Rundbogennische gebrochen, der bauzeitliche Kellereingang am nördlichen Ende der Traufwand vermutlich bereits im 16. Jahrhundert verschlossen. Neben der großen Rundbogennische ist die heute vermauerte Feuerstelle des einst hier anschließenden Vorderhauses angelegt. Der Zugang ins erhöht liegende Erdgeschoss sowie das Dachgeschoss des Steinwerks über zwei überwölbte Wandgänge in der 2,40 m starken Westwand. Das schmale Schlitzfenster zum oberen Wandgang in der Südfassade original erhalten. Im Erdgeschoss wurde in den 1960er Jahren ein Saal mit Kamin und Holzbalkendecke aus dem 16. Jahrhundert rekonstruiert. Über dem Dachgeschoss erhebt sich eine hoch aufragende Spitzbogentonne aus Bruchstein. Die aufwändige Durchfensterung des Dachgeschosses mit Biforienfenstern spricht für die Nutzung des gewölbten Dachgeschosses als Aufenthaltsraum. Das zugehörige Vorderhaus bereits Ende des 19. Jahrhunderts abgebrochen und das dadurch freigestellte Steinwerk zwischenzeitlich dem Nachbargrundstück an der Dielinger Straße 13 zugeschlagen. Auf der Hausstelle des Vorderhauses nachkriegszeitlich ein Fachwerkhaus transloziert und seit 1993 über ein verglastes Treppenhaus vor der westlichen Traufe des Steinwerks mit diesem baulich verbunden. Hierdurch ist die historisch korrekte Zugehörigkeit des Hinterhauses zur Hausstätte Rolandsmauer 23 wiederhergestellt.
- Denkmalbegründung
- Das freistehende im rückwärtigen Bereich des Grundstücks errichtete Steinwerk Rolandsmauer 23a ist eines der ältesten erhaltenen Beispiele des dachgewölbten Hinterhauses Osnabrücks. An seiner Erhaltung besteht aufgrund der Zeugnis- und Schauwerte für die Bau- und Kunst- sowie die Siedlungs- und Stadtbaugeschichte ein öffentliches Interesse.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

