Von Marc Kühlborn

Das NLD erforschte im vergangenen Sommer einen kaiserzeitlichen Siedlungsplatz in einem Adendorfer Neubaugebiet (Adendorf 33, Ldkr. Lüneburg). Dabei wurde etwa ein Hektar archäologisch untersucht. Insgesamt kamen dabei über 1.400 Befunde und große Mengen Keramik zutage. Hauptsächlich handelte es sich um Pfostengruben. Mehrere Speicherbauten und Grubenhäuser sind nachweisbar.

Ein Befundkomplex warf aber mehr Fragen auf, als beantwortet werden konnten.

Im Planum zeichnete sich eine langovale Verfärbung von ca. 2,1 x 1,3m ab, die Ost-West ausgerichtet war. In der Mitte befand sich eine brandschichtähnliche Konzentration mit zerscherbten Keramikgefäßen. Die Vermutung lag nahe, dass es sich hierbei um eine Siedlungsgrube handeln würde.

Erst beim Schneiden kamen weitere Merkmale zu Tage, die zeigten, dass es sich wohl um einen besonderen Befund handelte. Hier zeichnete sich eine dünne, braune Linie ab, die als Holzrest interpretiert werden kann und Ost-West ausgerichtet war. Aus diesem Grund wurde ein zweites Planum angelegt, auch auf der anderen Seite fand sich eine solche Linie, die beide eine Länge von ca. 1,8m aufwiesen und annähernd parallel zueinander im Abstand von ca. 0,7 – 0,8m verliefen. Dazwischen lag ein grauer Sandboden, der mit kleineren Feldsteinen, etwas Holzkohle und wenig Keramik vermischt war und lagenweise eingebracht wurde. Um diesen Befundkörper zeichnete sich eine Baugrube ab, die ebenfalls mit Sand verfüllt war. Daraufhin schnitten wir den Befund ein zweites Mal, diesmal im rechten Winkel zum ersten Schnitt. Hier zeigte sich, dass die beiden Hölzer noch etwa 0,2m hoch waren, zwischen diesen Begrenzungen lagen flach weitere Hölzer. Allerdings fanden sich keine hölzernen Abschlüsse an den Schmalseiten. Die Baugrube reichte noch ca. 0,1m unter diese Bretterlage.

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