St. Martini
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Dransfeld
- Gemeinde
- Dransfeld, Stadt
- Gemarkung
- Dransfeld
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Dransfeld
- Adresse
- Kirchstraße
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1835 - 1838
- Personen
- Hellner, Friedrich August Ludwig
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- fd26e98d-6698-49a3-ac56-7086156dbd5f
- System-ID
- #61524787
- ADABweb-ID
- 35246800
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ältester Teil ist der querrechteckige Westturm, dessen Mauerwerk zum Teil noch mittelalterlich ist. Daran angesetzt ein steinsichtiger Bruchsteinsaal mit segmentbogenförmiger Apsis im Osten, unter ziegelgedecktem Walmdach. Fassaden an den Langseiten durch hohe rundbogige Sprossenfenster (am Ost- und Westende in doppelgeschossiger Anordnung) in neun Achsen gegliedert. Flachgedeckter Innenraum mit einer umlaufenden Emporenanlage auf dorischen Säulen. Die Decke über dem Altarraum wird von Säulen korinthischer Ordnung getragen. Schlichter Blockaltar, darüber die Kanzel in der Emporenbrüstung. Erbaut an Stelle eines gotischen Vorgängerbaus, der am 28. Januar 1834 abgebrannt war, nach Entwurf des hannoverschen Konsistorialbaumeisters Friedrich August Ludwig Hellner zwischen 1835 und 1838. Der achteckige Dachhelm des Turms stammt aus derselben Bauphase, die Buntglasfenster an der Ostseite hinter der Kanzel (die den betenden Jesus im Garten Gethsemane darstellen) wurden um 1900 gefertigt.
- Denkmalbegründung
- Die Martinikirche entstand vermutlich um 760 als Missionskirche des Klosters Fulda, durch Schenkung des Mainzer Erzbischofs Adalbert I. kam sie schließlich 1125 in den Besitz des Klosters Lippoldsberg und 1289 durch Tausch in den Besitz des Klosters Corvey. Um 1540 trat man zum lutherischen Bekenntnis über. Nachdem der Vorgängerbau durch einen Brand zerstört worden war, wurde nach Entwurf des hannoverschen Konsistorialbaumeisters Hellner der vorhandene klassizistische Neubau errichtet. Die Erhaltung der Dransfelder St. Martinikirche liegt aufgrund der geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung, wegen des orts-, bau- und kunstgeschichtlichen sowie orts- und platzbildprägenden Schau- und Zeugniswerts, als typisch klassizistischer Bau im Werk des überregional tätigen Architekten Hellner und aufgrund der bedeutenden zeitgenössischen Innenausstattung im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61522284 | Kirchviertel
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61524825 | Kirchhof | Samtgemeinde Dransfeld - Dransfeld, Stadt
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

