Michaelkirche
- Landkreis
- Celle
- Samtgemeinde
- Faßberg
- Gemeinde
- Faßberg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Faßberg
- Adresse
- Fuchsbau 10 /12
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1937 - 1938
- Personen
- Kröger, Wilhelm Friedrich (Architekt (m/w/d))
Vierthaler, Ludwig (Bildhauer (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- fd1eb1d5-be23-4b89-b8d6-790367d9d2cb
- System-ID
- #61415041
- ADABweb-ID
- 33751392
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Backsteinbau unter Satteldach in gedämpften Hohlpfannen mit holzschindelverkleidetem Dachreiter. Ausrichtung des Baukörpers mit der Altarnische im Osten. Fassaden in glattem Backstein mit Fensteröffnungen unter gemauerten Stichbögen sowie runden Fenstern; mit glatten gemauerten Giebelfriesen auch bei den Anbauten, Traufgesims aus Beton. Erschließung durch eine Eingangsvorhalle am Westgiebel für die Kirche; Anbau an der Südseite für eine Kapelle; Westgiebel als Dachaufbau mit quadratischem Turm unter flachem Zeltdach zur Aufnahme der Glocke, Abschluss mit Metallkreuz.. Im Inneren Wände mit hellem Kratzputz versehen, farbiges Altarfenster in der Kirche. Erbaut 1937/38 nach Entwurf des vor allem in Hannover tätigen Architekten Wilhelm Kröger als Garnisonskirche für die deutsche Luftwaffe in Faßberg. Mehrere Außenplastiken von Bildhauer Ludwig Vierthaler (St. Michael, St. Christophorus, Christus). 1967 Auszug der katholischen Gemeinde.
- Denkmalbegründung
- Die Michaelkirche in Faßberg ist eine der wenigen Kirchen Deutschlands, deren Bau in der nationalsozialistischen Zeit vom Staat in Auftrag gegeben und finanziert wurde. Am 17. Dezember 1938 übergab Architekt Wilhelm Kröger die neue Kirche an den Vorsteher des Gutes Faßberg. Die feierliche Einweihung erfolgte am 18. Dezember 1938. Zunächst wurde ein evangelischer Gottesdienst gefeiert, gleich im Anschluss eine römisch-katholische Messe. Die Kirche war somit als Simultankirche für beide Konfessionen errichtet worden. Städtebaulich markiert sie den Mittelpunkt der Roten Siedlung Faßberg, die in den Jahren 1933/34 für die Offiziere und Beamten des neu geründeten Fliegerhorsts Faßberg. Im Jahr 1947 wurde Faßberg schließlich eine eigene Kirchengemeinde der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Die Kirche erhielt nun in Anlehnung an die an der Südfassade angebrachten Michael-Plastik den Namen „Michaelkirche Faßberg“. Die Erhaltung der Kirche liegt aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen wegen des orts- und siedlungs-, bau- und kunstgeschichtlichen sowie orts- und siedlungsbildprägenden Zeugniswerts ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61414357 | Wohnsiedlung (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

