Kaufhaus
Ansicht Südfassade (2025)
Ansicht von Südosten (2025)
Ansicht von Südwesten (2025)
Südfassade (2023)
Süd- und Ostfassade (2023)
Ansicht von SW (2005)
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Grapengießerstraße 19
- Objekttyp
- Kaufhaus
- Baujahr
- 1913 - 1914
- Personen
- Stoffers, Ernst
Holthey, Hans
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- fa93382b-b793-4f74-84a8-4dc793eaa368
- System-ID
- #61266210
- ADABweb-ID
- 30656778
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau unter Berliner Dach in Ziegeldeckung. Straßenfassade gegliedert durch vertikale Pfeilerstellungen, Rahmung der kolossalen Pfeiler mit Taustabsteinen; dazwischen großzügige Fensterbahnen mit leicht gewölbten Fensterflächen. Auffallend die reliefierte Brüstungszone, die mit Keramikfiguren besetzten Kapitelle und die im nahezu fassadenbreiten Zwerchgiebel hervortretenden Masken über den Fensterreihen. Erbaut 1913/14 nach Entwurf des Kieler Architekten Ernst Stoffers und unter Bauleitung von Hans Holthey für die Manufakturwarenfirma Fritz Kronacher.
- Denkmalbegründung
- Der Bedeutung der Grapengießerstraße als eine der Hauptgeschäftsstraßen Lüneburgs trug zu Beginn des 20. Jahrhunderts der 1913/14 unter der Bauleitung des auch überregional tätigen Architekten Hans Holthey entstandene und bereits großstädtischen Dimensionen angenäherte Kaufhausbau Rechnung, der sich in bemerkenswerter Weise in die ältere Bebauung einfügt. Für den qualitätsbewussten Anspruch, den die Manufakturwarenfirma Fritz Kronacher im Stadtbild vertrat, spricht auch die Wahl des in Kiel ansässigen Architekten Ernst Stoffers, der sich dort bereits durch vergleichbare Bauten, u.a. das Warenhaus Karstadt (1907-1910), einen Namen gemacht hatte. Kennzeichnend für die damalige bevorzugte Gestaltung dieses Bautyps ist die vertikale Pfeilergliederung der Fassade, die nahezu vollständig in Fensterbahnen aufgelöst ist, um großzügige und gut belichtete Geschäftsräume zu gewinnen. In Lüneburg verwendete Stoffers in Anlehnung an die lokale Bautradition Backstein als Material, indem er ihn z. B. als Taustab zur Rahmung der kolossalen Pfeiler und Vertikalgliederung der leicht gewölbten Fensterflächen einsetzte. Die Erhaltung des ehemaligen Kaufhauses in der Grapengießerstraße 19 liegt damit aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen sowie auch als Teil der Altstadt von Lüneburg und ihren Erweiterungsbauten um 1900, nicht zuletzt aber auch wegen der künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für nicht alltägliche künstlerische Gestaltwerte im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261684 | Altstadt (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
Ansicht Südfassade (2025)
Ansicht von Südosten (2025)
Ansicht von Südwesten (2025)
Südfassade (2023)
Süd- und Ostfassade (2023)
Ansicht von SW (2005)

