Klostergut Marienstein
- Landkreis
- Northeim
- Samtgemeinde
- Nörten-Hardenberg, Flecken
- Gemeinde
- Nörten-Hardenberg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Nörten-Hardenberg
- Objekttyp
- Gutshof
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- f9f57986-fe85-45be-bceb-b525b850be96
- System-ID
- #61405812
- ADABweb-ID
- 33540948
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Profaniertes Klostergut südwestlich des historischen Ortskerns von Nörten-Hardenberg, Anlage der Barockzeit mit Kirche, Kirchhofeinfriedung und ausgedehnten Wirtschaftsgebäuden des 18. und 19. Jahrhunderts.
- Denkmalbegründung
- An einer Kapelle namens Steina gründete der Mainzer Erzbischof Rudhard um 1102/05 ein Benediktinerkloster. Die Schutzvogtei übten die Grafen von Plesse aus. Nach deren Aussterben 1571 wurde die Vogtei den Herren von Hardenberg übertragen. 1619 säkularisierte Herzog Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel das Kloster. 1626 ließ Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel es plündern und niederbrennen. 1692 trat Kurmainz neben anderen umstrittenen Besitztümern das Klostergut Marienstein offiziell an Kurfürst Ernst August von Hannover ab, das bereits seit 1650 von der Klosterkammer Hannover verwaltet wurde. Ev.-luth. Pfarrkirche, Amtshaus und Meierei sowie weitere Wirtschaftsbauten errichtete ab 1724 der Klosteramtmann Fritz Dietrich von Hardenberg (1674-1739), der sich auch in Nörten karitativ hervortat. Ab 1829 wurde das Klosteramt verpachtet. Über die Ausdehnung des Klosters ist nichts bekannt. Ältester und einziger aus der Klosterzeit erhaltener Bauteil ist die romanische Krypta unter der Kirche. Die älteren Wirtschaftsbauten gruppieren sich um einen vierseitigen Gutshof, der auf einem Grundriss von 1759 erstmals dargestellt ist. Dieser Gebäudebestand ist zusammen mit jüngeren Bauten in der südlichen Erweiterung des Hofareals weitgehend ungestört überliefert. An der Erhaltung des Klosterguts Marienstein besteht ein öffentliches Interesse wegen seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte sowie aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte und Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, wegen der künstlerischen Bedeutung der Kirche als Erlebniswert für regional nicht alltägliche künstlerische Gestaltwerte und wegen seiner städtebaulichen Bedeutung als bauliche Anlage von prägendem Einfluss auf das Landschaftsbild.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61411895 | Kirche | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
61411896 | Mauer | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
61411897 | Grabmal | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
61411898 | Wohnhaus | Marienstein 7
61411899 | Wohnhaus | Marienstein 8
61411900 | Taubenturm | Marienstein 8 A
61411901 | Stall | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
61411902 | Remise | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
61411903 | Scheune | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
61411905 | Scheune | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
61411906 | Mauer | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
61411904 | Scheune | Nörten-Hardenberg, Flecken - Nörten-Hardenberg
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

