St. Petri
West- und Südfassade (2022)
Blick nach Osten auf den Kanzelaltar (2018)
Nord- und Westfassade (2022)
Eingang in der Westfassade (2022)
Eingang in der Südfassade (2022)
Inschrift in der Südfassade (2022)
Innenansicht (2018)
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Staufenberg
- Gemeinde
- Landwehrhagen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Landwehrhagen
- Adresse
- Obere Dorfstraße
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1822-1825 (Neubau des Kirchenschiffes nach Brand)
- Personen
- Vick, Wilhelm Ludwig
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- f71cbd41-95af-426e-a0da-6bfeda9e90aa
- System-ID
- #61530240
- ADABweb-ID
- 35287566
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Natursteinbau. Der älteste Teil der Kirche ist der aus Bruchsteinen gemauerte und im Inneren kreuzgewölbte Ostturm aus dem 14. Jahrhundert, in dem sich der Chorraum befindet. Dieser erhielt auf achteckigem Grundriss einen zweifach eingezogenen und verschieferten Aufsatz mit Haube. Im unteren Stockwerk des Turmaufsatzes befindet sich die Glockenstube, darüber die Uhr. Das ursprüngliche Kirchenschiff wurde bei einem Brand zerstört und zwischen 1822 und 1825 durch einen Neubau nach Entwurf des ansonsten eher unbekannten Architekten Wilhelm Ludwig Vick ersetzt. Es handelt sich um eine Saalkirche unter Walmdach aus großen Werksteinquadern mit streng symmetrischer Fassadengestaltung. Ein umlaufendes breites Gurtgesims teilt die hohen Rundbogenfenster sowie die gesamte Fassade in zwei Geschosse, die im Inneren von umlaufenden Emporen aufgenommen werden. Auffälligster Fassadenschmuck sind die zwei Rechteckportale von 1822 (i) in leicht vortretenden Risaliten an der West- und Südfassade, die von Pilastern gerahmt und einem großen Rundbogenfries überfangen werden. Im Bogen über dem Westportal befindet sich eingemeißelt die zweizeilige Inschrift „HERR ICH HABE LIEB DIE STAETTE DEINES HAUSES / UND DEN ORT DA DEINE EHRE WOHNET Ps 26V8“; darüber in einem Schriftfeld unter dem Traufgesims: „GOTT DEM ALLERHEILIGEN“. Der Bogen über dem Südportal trägt die zweizeilige Inschrift „KOMMT LASST UNS ANBETEN KNIEN UND NIEDER / FALLEN VOR DEM HERN DER UNS GEMACHT HAT Ps 95V6“. Auf einer zusätzlichen Tafel an der Südseite wurden zudem namentlich die Gemeindevertreter als Bauherren, Pastor, Kantor, Kirchenkommissar und Amtmann, sowie zudem auch „W. L. VICK ARCHITECT“ verewigt. Der Innenraum schließt mit einer Flachdecke, erhalten ist auch der prächtige Kanzelaltar an der Ostseite.
- Denkmalbegründung
- Die in rein klassizistischer Formgebung erbaute St. Petri-Kirche in Landwehrhagen steht ortsbildprägend mitten im Dorfkern, der im Kern mittelalterliche Turm stammt noch vom Vorgängerbau. Die Kirche hat somit eine städtebauliche und zudem eine geschichtliche Bedeutung als typischer Bau des frühen 19. Jahrhunderts und aufgrund des orts-, bau- und kunstgeschichtlichen Schau- und Zeugniswerts. Auch der im Empirestil gestaltete Innenraum mit umlaufenden Emporen, Flachdecke und repräsentativem Kanzelaltar ist überkommen, weswegen an der Erhaltung der Kirche zudem aufgrund der künstlerischen Bedeutung ein öffentliches Interesse besteht.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61524240 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61530256 | Kirchhof | Staufenberg - Landwehrhagen
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
West- und Südfassade (2022)
Blick nach Osten auf den Kanzelaltar (2018)
Nord- und Westfassade (2022)
Eingang in der Westfassade (2022)
Eingang in der Südfassade (2022)
Inschrift in der Südfassade (2022)
Innenansicht (2018)

