Hauptpost Emden
- Landkreis
- Stadt Emden (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Emden, Stadt
- Gemeinde
- Emden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Emden
- Objekttyp
- Postamt (Bauwerk)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- f6627b3c-455d-403b-b1e3-ea9ae37f1d86
- System-ID
- #61755919
- ADABweb-ID
- 49593728
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ehemalige Emder Hauptpost, bestehend aus einem traufständigen Hauptgebäude auf L-förmigem Grundriss an der Cirksenastraße, der straßenseitigen Einfriedung, einem Garagengebäude entlang der Ubbo-Emmius-Straße und der zwischen den Gebäuden liegenden Fläche des Garagenhofs. Neubau 1930 durch den örtlichen Bauleiter Regierungs-Baumeister Thiele im Namen der Oberpostdirektion Oldenburg beantragt. Seit Anfang der 1980er Jahre als Jugendzentrum genutzt.
- Denkmalbegründung
- Der ehemaligen Hauptpost kommt geschichtliche Bedeutung im Rahmen der Stadtgeschichte Emdens zu. Die Gebäude sind bauliches Zeugnis der Emder Postgeschichte und belegen auf diese Weise anschaulich die Entwicklung des örtlichen Postwesens im Laufe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Gebäude sind ferner aufgrund ihres Zeugnis- und Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte bedeutsam. Der Postneubau von 1930 zeigt sich mit seinen nur durch die Anordnung der Fenster gegliederten Fassaden und den flach abschließenden Gebäudeteilen deutlich von der nach 1918 epochemachenden, klassischen Moderne beeinflusst. In Bezug auf Materialwahl und Konstruktion wirkt die ehemalige Hauptpost eher traditionell. Der Einsatz des neuen Baustoffs Eisenbeton beschränkt sich auf die Konstruktion der Decken sowie notwendige Stützen innerhalb der hallenartigen Räume im Erdgeschoss. Nach außen aber präsentieren sich die Gebäude mit regionaltypischen Klinkerfassaden und traditionellem Steildach über dem Mittelteil des Hauptgebäudes und zeigen sich auf diese Weise gleichzeitig beeinflusst von der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Theorie und Praxis allgegenwärtigen Heimatschutzarchitektur. Der aus Haupt- und Nebengebäude bestehende Gebäudekomplex steht beispielhaft für die gleichermaßen von modernen sowie traditionellen Strömungen beeinflusste Architektur der Zwischenkriegszeit. Mit dem Verzicht auf das Ornament und der Hinwendung zur Funktionalität auf der einen sowie der Einbindung in die umgebende Kultur- bzw. Stadtlandschaft auf der anderen Seite changiert die Architektur der Gebäude zwischen klassischer Moderne und Heimatschutzarchitektur. Aufgrund der nur geringfügigen Veränderungen am äußeren Erscheinungsbild der Gebäude verfügt die ehemalige Hauptpost darüber hinaus über ein hohes Maß an Authentizität und Integrität. Aus den genannten Gründen besteht somit am Erhalt der ehemaligen Emder Hauptpost ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

