Zentralfriedhof Einbeck
Haupteingang mit Kapelle (2008)
Grabmal Mahlert (2008)
Wegekreuz (2015)
Grabmal Goldschmidt (2008)
Gedenkstätte (2005)
Ehrenfriedhof (2015)
Grabstätte Nimphius (2006)
Sichtachse (2015)
Weg, nördlich der Kapelle (2015)
Weg, östlicher Hauptweg (2015)
Ziegelsplitt Weg, Sichtachse zum Pavillon (2015)
Eingangssituation mit Hauptportal und Kapelle (2015)
Blick über die Mittelachse zur Kapelle (2005)
- Landkreis
- Northeim
- Samtgemeinde
- Einbeck, Stadt
- Gemeinde
- Einbeck
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Einbeck
- Objekttyp
- Friedhof
- Personen
- Trip, Julius (Gartenarchitekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- f5aa5e21-c711-41ed-8cf3-cef7f9b270be
- System-ID
- #61421797
- ADABweb-ID
- 33820949
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Die 1905/06 vom Hannoverschen Stadtgartendirektor Julius Trip geplante und 1908 eröffnete Friedhofsanlage erstreckt sich in Hanglage auf einer trapezförmigen Grundfläche östlich der Altstadt von Einbeck. Sie wird durch eine zentrale Achse erschlossen, die vom Hauptportal und der 1910/11 erbauten Kapelle im Südwesten bis zu einem Schutzpavillon am nordöstlichen Ende der Anlage führt, von vier Querwegen gekreuzt und von einem ovalen, umlaufenden Rundweg umfangen wird. Entlang der Hauptachse sind geometrische Beet- und Rasenflächen sowie Brunnen- und Treppenanlagen angeordnet. Daran schließen sich landschaftlich gestaltete Partien mit geschwungener Wegeführung sowie ortsgeschichtlich und künstlerisch bedeutsamen Grabstätten an. Im Süden befindet sich ein großes Gräberfeld mit teils aufwendig gestalteten Erbbegräbnissen, die die gestalterische Vielfalt der Grabgestaltung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts veranschaulichen. Unmittelbar östlich der Erbbegräbnisse befindet sich in Abteilung 14 ein Gräberfeld mit 14 erhaltenen jüdischen Grabstätten aus dem Zeitraum von 1911 bis 1940. Sie stellen eine Besonderheit dar, da sie räumlich nicht von den christlichen Grabstätten separiert wurden und ein unbegrenztes Liegerecht genießen. Nordwestlich schließt sich die Kriegsgräberstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs an, im nordöstlichen Bereich des Friedhofs befinden sich beidseits der Hauptachse zwei weitere Gräberfelder für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Am westlichen Rand des Friedhofs erinnert eine Gedenkstätte mit 43 Grabsteinen und einer Gedenkstele an Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter:innen, darunter 21 Kinder, die in der Zeit von 1941-45 in Einbeck gestorben sind. Nordöstlich der Kapelle wurde ein Glockenturm errichtet, der eine 1499 im oberschlesischen Trzeboszowice gegossene Glocke beherbergt.
- Denkmalbegründung
- Der Einbecker Zentralfriedhof wurde ab 1906 östlich des historischen Ortskerns angelegt und 1908 eröffnet. Mit der Fertigstellung dieses ersten städtischen Gesamtfriedhofs zwischen dem heutigen Weinbergsweg und der Kapellenstraße konnten nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit die drei christlichen Friedhöfe der Stadt sowie der jüdische Friedhof an der Rabbethgestraße geschlossen werden. Die Neuanlage des Friedhofs ist ab 1905 vom Hannoverschen Stadtgartendirektor Julius Trip geplant und bis 1908 ausgeführt worden. Nach seinen Plänen war schon 1901-06 die Erweiterung des Stadtfriedhofs in Hannover-Stöcken als Parkfriedhof angelegt worden. Den Schwerpunkt bei der Gestaltung von zeitgemäßen Friedhöfen legte Trip auf die „Einbettung kleiner Grabflächen in waldartiges Grün der Gesamtanlage und leichte Orientierung durch eine zweckmäßige Wegeanlage, die man durch Wechsel von architektonischen und landschaftlichen Linien erreicht.“ Dabei sollte vor allem der Eindruck einer Massenansammlung von Grabstätten vermieden werden. Diese Grundstruktur der Tripschen Gestaltung ist bis heute erhalten und prägt die Anlage, die von Beginn an als überkonfessioneller Zentralfriedhof in kommunaler Trägerschaft geplant wurde. Der Verzicht auf eine Trennung des jüdischen Begräbnisplatzes vom christlichen ist sichtbares Zeichen sowohl für die Assimilierung der jüdischen als auch für die Öffnung der christlichen Bevölkerung Einbecks. Insofern ist der Friedhof nicht nur bedeutsam als Werk des Hannoverschen Stadtgartendirektors Julius Trip, sondern auch von Bedeutung für die Orts- und Kulturgeschichte sowie für die Religions- und Sozialgeschichte. Eine besondere Bedeutung kommt auch den teils aufwendig gestalteten Erbbegräbnisse und Grabmalen aus der Frühzeit der Friedhofsanlage zu, die zum Teil von künstlerischer Bedeutung sind. Die drei Kriegsgräberstätten und die Gedenkstätte mit den Gräbern der Zwangsarbeiter sind zudem sowohl von orts- und nationalgeschichtlicher als auch von politischer Bedeutung. Mit seinem Hauptportal im Südwesten, der Friedhofskapelle von 1910/11, dem Glockenturm mit seiner Glocke von 1499, dem Wegenetz, seinem alten Baumbestand, den Treppen- und Brunnenanlagen, den Erbbegräbnissen im Süden, den jüdischen Grabstätten im Südosten, den vier Kriegsgräberstätten und einigen ortsgeschichtlich und künstlerisch bedeutsamen Einzelgräbern unterliegt der Friedhof als Gruppe baulicher Anlagen aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen einem öffentlichen Erhaltungsinteresse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61676055 | Glockenturm | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676058 | Vase | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676154 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676155 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676156 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676157 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676158 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676063 | Gedenkstätte | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676162 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676163 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676164 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676165 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676166 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676167 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676264 | Brunnenanlage | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676056 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676057 | Skulptur | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676059 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676060 | Kriegsgräberstätte | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676159 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676160 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676168 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676169 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676170 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676171 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676172 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676173 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676174 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676175 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676176 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676178 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676179 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676180 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676181 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676182 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676152 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676153 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676061 | Kriegsgräberstätte | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676062 | Kriegsgräberstätte | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676161 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676183 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676184 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676185 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676186 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676187 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676188 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676190 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676191 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676193 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676194 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676196 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676199 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676200 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676201 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676202 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676203 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61676204 | Grabmal | Einbeck, Stadt - Einbeck
61670459 | Friedhofskapelle | Einbeck, Stadt - Einbeck
61670460 | Friedhof | Einbeck, Stadt - Einbeck
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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Grabstätte Nimphius (2006)
Sichtachse (2015)
Weg, nördlich der Kapelle (2015)
Weg, östlicher Hauptweg (2015)
Ziegelsplitt Weg, Sichtachse zum Pavillon (2015)
Eingangssituation mit Hauptportal und Kapelle (2015)
Blick über die Mittelachse zur Kapelle (2005)

