Wohn-/Geschäftshaus
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Leer (Ostfriesland), Stadt
- Gemeinde
- Leer
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Leer
- Adresse
- Mühlenstraße 26
- Objekttyp
- Wohn-/Geschäftshaus
- Baujahr
- Anfang des 20. Jahrhunderts
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- f569f10d-a94b-4d1b-bc78-2c83b89a06fb
- System-ID
- #61540504
- ADABweb-ID
- 35655686
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- An der Straßenecke Mühlenstraße/ Wörde stehendes, zweigeschossiges, traufständiges Wohn- und Geschäftshaus, die Straßenecke um 45° abgewinkelt, dreigeschossig und mit geschwungener Dachhaube turmartig ausgebildet, Zwerchhaus an der Wörde, Stuckdekor im Jugendstil. Das Erdgeschoss verputzt und durch Nuten horizontal gegliedert, an der Mühlenstraße und über die Gebäudeecke hinweg erneuerte Schaufensteranlage, an der Wörde anschließend Fensteröffnung und rechts Hauseingang, über dem Gurtgesims im Obergeschoss hochrechteckige Fensteröffnungen von unterschiedlicher Breite mit Stuckdekor im Brüstungs- und Sturzbereich, an der Hausecke Fenstertür und Balkon mit schmiedeeisernem Geländer, die Wandflächen mit weiß glasierten Ziegelsteinen im Binderverband, auf Kämpferhöhe zwei braun glasierte Ziegelreihen, das Traufgesims mit floralem Fries, im Dachgeschoss zur Mühlenstraße und zur Wörde schiefergedecktes Steildach mit Gauben, an der Wörde das Zwerchhaus mit Schildgiebel, die Turmhaube und Gauben mit Knauf und Turmzier, abgetreppter Brandgiebel zum Hinterhaus. Errichtet Anfang des 20. Jahrhunderts. An der Wörde nach Süden anschließend Hinterhaus, zweigeschossiger, traufständiger Backsteinbau mit Drempel unter Satteldach, die verputzte Straßenfassade mit vier Achsen und schmalen Gurtgesimsen, segmentbogige Tür- und Fensteröffnungen mit Rahmung, im Erdgeschoss rechts Laden- und separater Treppenhauseingang mit historischer Tür, im Obergeschoss bauzeitliche Holzfenster. Errichtet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
- Denkmalbegründung
- Um 1870 kam das Anwesen an der Mühlenstraße 26, das zuvor von Bäckerfamilien bewohnt war, an den Bäcker Beene Sielmann, 1896 an den Bäckermeister Eilert Sielmann. Anfang des 20. Jahrhunderts lebte noch die Witwe von Eilert Sielmann in dem Haus, wobei in dem Ladenlokal Hermann Drost eine 1905 gegründete Drogerie betrieb, die noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bestand. Noch im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entstand der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses, das im Grundsatz eine einheitliche Gestaltung wie das Nachbarhaus Mühlenstraße 28 zeigt. Als Teil der Gruppe „Mühlenstraße“ ist das Eckhaus an der Mühlenstraße 26 mit dem Hinterhaus an der Wörde 1 von geschichtlicher Bedeutung im Rahmen der Orts-, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte sowie für die Baugeschichte als beispielhaftes Wohn- und Geschäftshaus aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die um 45° abgewinkelte Fassade an der Straßenecke Mühlenstraße/ Wörde korrespondiert mit der ebenso abgewinkelten Hausecke an der Mühlenstraße 24 sowie mit den Türmchen der Häuser Mühlenstraße 14 bzw. Nr. 18 und hat damit eine prägende Wirkung auf das Straßenbild. Zusammen mit den angrenzenden Wohn- und Geschäftshäusern trägt es zur Geschlossenheit des historischen Straßenraumes bei, so dass zudem die städtebauliche Bedeutung das öffentliche Erhaltungsinteresse begründet.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61540301 | Straßenzug
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

