Haus Klockemeyer
Wohn-/Geschäftshaus_Östliche Traufseite, Detail: Inschrift, von Ost nach West (2006)
Wohn-/Geschäftshaus_Östliche Traufseite, Detail: Inschrift, von Ost nach West (2006)
Ostansicht Obergeschosse (2017)
Wohn-/Geschäftshaus_Östliche Traufseite, von Ost nach West (2006)
Wohn-/Geschäftshaus_Östliche Traufseite mit restaurierter Erstfassung: Ständer mit Säulenaufmalungen, Gefache marmoriert (um 1685), von Südost nach Nordwest (2004)
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Gemeinde
- Münden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Münden
- Adresse
- Lange Straße 82
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1685 (Errichtung)
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- f333e8af-4fa6-4162-85a4-0ed58eee11cb
- System-ID
- #61607116
- ADABweb-ID
- 36479275
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Fachwerkfarbigkeit
- Beschreibung
- Traufständiges, viergeschossiges, fünfachsiges Fachwerkgebäude mit vorkragenden Obergeschossen und rekonstruierter marmorierter Farbfassung mit Illusionsarchitektur und verzierter Brüstungszone mit Spruchband; mit ziegelgedecktem Satteldach. Die knapp vorkragenden Geschosse weisen Brüstungen mit Fußstreben und Andreaskreuzen sowie von den Riegeln herabhängende herzförmige Zierzapfen auf. Die Füllhölzer zeigen Zahnschnitt, die Schwelle des ersten Obergeschosses trägt eine Inschrift. Die Eckständer sind durch eingeschnitzte Säulen hervorgehoben. Errichtet 1685 (i), als Bauherr ist Christoph Ballauf überliefert. Erweiterung des ehemaligen Zwerchhauses zu einem dritten Vollgeschoss im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
- Denkmalbegründung
- Ein für Münden einzigartiges Dokument stellt der im Hochbarock entstandene und farblich differenziert gestaltete Fachwerkbau Lange Straße 82 dar, seitdem man seine Fassade 1978 von Putz und Tünche befreite. Zum Vorschein kam eine marmorierte Fassadenmalerei, eine Art Illusionsarchitektur, wie sie fast ausschließlich in Süddeutschland während der Renaissance- und Barockzeit sehr beliebt war. Sie unterstreicht die Bedeutung und Wertigkeit des sog. "Marmorhauses", das seitdem zu den vielbeachteten Beispielen Mündener Fachwerkbaukunst zählt. Die Erhaltung des Bauwerks liegt somit wegen der geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61606625 | Altstadt (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Wohn-/Geschäftshaus_Östliche Traufseite, Detail: Inschrift, von Ost nach West (2006)
Wohn-/Geschäftshaus_Östliche Traufseite, Detail: Inschrift, von Ost nach West (2006)
Ostansicht Obergeschosse (2017)
Wohn-/Geschäftshaus_Östliche Traufseite, von Ost nach West (2006)
Wohn-/Geschäftshaus_Östliche Traufseite mit restaurierter Erstfassung: Ständer mit Säulenaufmalungen, Gefache marmoriert (um 1685), von Südost nach Nordwest (2004)

