Bronzeplastik
- Landkreis
- Helmstedt
- Samtgemeinde
- Helmstedt, Stadt
- Gemeinde
- Helmstedt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Helmstedt
- Adresse
- Bahnhofstraße
- Objekttyp
- Denkmal
- Baujahr
- 1961 - 1962
- Personen
- Rudolph, Annelies
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- f0c5799c-8924-4912-9f89-6f41c85f94d4
- System-ID
- #61645973
- ADABweb-ID
- 37246783
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Berliner_Baeren
- Beschreibung
- Allansichtige, freistehende Bronzeplastik des Berliner Bären auf zwei Natursteinplatten, die leicht über einen circa 150 cm hohen Sockel aus Quadermauerwerk hervorkragen. Der Bär steht auf seinen Hinterpfoten mit dem Rücken zur Mauer der Treppenanlage und hat den Blick in Richtung des Rezipienten gerichtet. Die überdimensional großen Pranken sind abgewinkelt und weisen raumgreifend zum Betrachter, der Kopf ist aufrecht. Die Oberfläche der Bronzeplastik ist einheitlich poliert, stellenweise wird der Fellstrich mit Einritzungen angedeutet. Aufgestellt 1962, Entwurf: Annelies Rudolph.
- Denkmalbegründung
- Die in der Ost-Berliner Gießerei Füssel gegossene Bronzeplastik eines Berliner Bären erinnert an die Bedeutung der Stadt Helmstedt als Grenzstadt zu DDR-Zeiten. Die Leipziger Bildhauerin Annelies Rudolph entwarf die Plastik in den Jahren 1960-61, als sie in Ost-Berlin lebte. Der Entwurf der Helmstedter Plastik der Künstlerin Rudolph wurde bereits 1958 mit dem Berliner Kunstpreis gewürdigt. Am 13.08.1962 stellte die Stadt Helmstedt die Plastik zum einjährigen Gedenken an den Mauerbau und die Trennung Berlins in Ost und West auf, gestiftet von dem Berliner Senat. Sie steht gegenüber des Bahnhofsgeländes an den Treppen zur Schöninger Straße, welche für die Plastik umgebaut wurden. Zur feierlichen Einweihung kam der Berliner Bezirksabgeordnete von Berlin-Reinickendorf, Reinhold Walz, der, genau ein Jahr nach Mauerbau, in seiner Rede die Verbundenheit Helmstedts zum Nachbar West-Berlin würdigte, über 1000 Helmstedter Bürger nahmen an der Feier teil. Die Erhaltung der Plastik des Berliner Bären liegt aufgrund ihres künstlerischen Werts, ihrer städtebaulichen Bedeutung als prägendes Element des Bahnhofsgeländes sowie ihrer geschichtlichen Bedeutung als Hinweis auf das geteilte Deutschland und ihrer ortsgeschichtlichen Bedeutung, da Helmstedt eine entscheidende Grenzstadt zwischen BRD und DDR war, im öffentlichen Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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