Eisenbahn-Ausbesserungswerk Braunschweig
- Landkreis
- Stadt Braunschweig (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Braunschweig, Stadt
- Gemeinde
- Altewiek
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Braunschweig
- Objekttyp
- Ausbesserungswerk
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- f0677754-7f9d-4c79-81f8-6e3309f16632
- System-ID
- #61579185
- ADABweb-ID
- 36000808
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Große Anlage der ehem. Eisenbahn-Ausbesserungwerke mit erhaltenen Verwaltungsbau, Kantine, Pförtnerhaus sowie einem gestalteten Zugangsbereich, dem eigentlichem Werksgelände mit zwei großen Hauptwerkshallen (Richthalle & Kesselschmiede) sowie Gebäuden und Anlagen im Bereich des Anheizschuppens, wie auch erhaltene Infrastruktur in Form von Gleisen, Kranbahn und Schiebebühne.
- Denkmalbegründung
- Mit der Überführung der braunschweigen Eisenbahn in Staatsbesitz 1885 änderten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse, aufgrund der hohen Auftragslage mussten die Werksanlagen am alten Standort (Nähe Alter Bahnhof) erweitert werden. Jedoch erschöpften aufgrund des rasanten Fortschritts in Größe und Technik die dortigen Kapazitäten, sodass trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten 1924 mit dem Bau einer neuen Lokomotiv-Werkstätte südlich des Ostbahnhofs begonnen wurde. 1927 verließ die erste ausgebesserte Lokomotive das Werk, 1928 folgten weitere Bauten auf dem Gelände, wie die große Lehrwerkstatt, ein neuer Anheizschuppen und der Lagerplatz zwischen den großen Werkshallen. Das neue Werk war zur Unterhaltung von Dampflokomotiven, und zwar den größten Dampflokomotiven des Reichs vorgesehen, aus der Zusammenführung der Werke Magdeburg und Halberstadt wurden Werksmitarbeiter in die neu errichtete Lämmchenteich-Siedlung umgesiedelt. Mit dem Ende der Ära der Dampflokomotive wurde das Werk von der deutschen Bundesbahn im Jahre 1976 stillgelegt. Die Bedeutung des Ausbesserungswerks als Baudenkmal nicht allein aus seiner Industriearchitektur heraus begründet, es handelt sich nämlich um die einzige vollständig und nahezu original erhaltene Anlage im Raum Niedersachsen. An der Erhaltung des ehemaligen Eisenbahn-Ausbesserungswerks Braunschweig besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte sowie für Wirtschafts- und Technikgeschichte, aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung mit ungestörtem Überlieferungswert, wie auch aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Landschaftsbild ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61579596 | Ausbesserungswerk | Schwartzkopffstraße 3
61579671 | Pförtnerhaus | Borsigstraße 1 -2
61579682 | Einfriedung | Borsigstraße 3
61579687 | Platz | Borsigstraße 1
61579690 | Lagergebäude | Braunschweig, Stadt - Altewiek
61579474 | Verwaltungsgebäude | Borsigstraße 1
61579475 | Kantine | Borsigstraße 3
61579477 | Werkhalle | Schwartzkopffstraße 5
61579478 | Werkhalle | Schwartzkopffstrasse 6
61579675 | Kran | Schwartzkopffstrasse 6
61579676 | Kran | Schwartzkopffstraße 5 a
61579692 | Betriebsgebäude | Braunschweig, Stadt - Altewiek
61579668 | Bahnstrecke | Braunschweig, Stadt - Altewiek
61579683 | Schiebebühne | Braunschweig, Stadt - Altewiek
61712077 | Einfriedung | Braunschweig, Stadt - Altewiek
61712170 | Bahnstrecke | Braunschweig, Stadt - Altewiek
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

