sog. Alte Posthalterei
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Göttingen, Stadt
- Gemeinde
- Göttingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Göttingen
- Adresse
- Jüdenstraße 39
- Objekttyp
- Museum
- Baujahr
- um 1700
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- eea58173-c353-4842-8651-f2eafdedfa69
- System-ID
- #61561530
- ADABweb-ID
- 35868774
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Die Alte Posthalterei ist ein stattlicher, dreigeschossiger Fachwerkbau mit Halbwalmdach und als städtebaulicher Blickfang in der Biegung der Jüdenstraße platziert. Das Fassadenfachwerk auf einem hohen Werksteinsockel kragt auf der Vorderseite stockwerkweise vor und ist hinten auf der Hofseite einfacher ausgebildet. Die teilweise noch aus der Barockzeit erhaltenen Kreuzstockfenster sind rhythmisch gruppiert. Im Gebäudeinneren ist ein Gewölbekeller von Vorgängerbauten erhalten. Das Erdgeschoss zeigt eine der wenigen in Göttingen erhaltenen großen Dielen mit offenem Treppenhaus, das mit barockem Brettbalustergeländer versehen ist. Erhalten sind auch historische Türen mit Rahmungen und das Barockdachwerk. Bei der letzten großen Instandsetzung von 2011-12 wurden vereinzelt historische Wandfassungen freigelegt und blieben sichtbar.
- Denkmalbegründung
- Das Stattliche Fachwerkgebäude entstand ursprünglich um 1700 als Bürgerhaus und wurde um 1740 zum Wohnhaus des Posthalters umgenutzt und modernisiert. Dazu gehörten die anschließenden Wohn- und Stalltrakte (Jüdenstraße 38, Ritterplan 8). Die Postnutzung diente bis 1854, als die Post an den Bahnhof umzog. Das Gebäude war dann in städtischer Nutzung, zuletzt als Schulverwaltungsamt und Sportamt; teilweise auch schon für Werkstätten des Museums. 1978-79 erfolgte die Umnutzung zum Verwaltungsgebäude des anschließenden Städtischen Museums, das sich bereits Jahrzehnte zuvor in die anschließenden Gebäudetrakte ausgedehnt hatte. Die Erhaltung der Alten Posthalterei liegt aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse. Die stadtgeschichtliche Bedeutung liegt im Zeugnis- und Schauwert für die Barock-Baugeschichte und als ehemalige Post auch für die Wirtschaftsgeschichte Göttingens. Städtebauliche Bedeutung besteht wegen des prägenden Einflusses auf das Straßenbild der Jüdenstraße sowie als Element im räumlichen Gefüge des Museumsensembles, auch als markanter Bestandteil im gesamten Altstadtensemble.
- Literatur
- Weiterführende Links
- Denkmaltopographie Stadt Göttingen: Objekterwähnung
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

