Lönswall
- Landkreis
- Celle
- Samtgemeinde
- Celle, Stadt
- Gemeinde
- Altencelle
- Objekttyp
- Ringwall
- Baujahr
- 8.-10. Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- ee216a6b-263f-44d7-b85c-7504a28cf5f1
- System-ID
- #60882176
- ADABweb-ID
- 28944401
- Fachbereich
- Archäologie
- Beschreibung
- Beeindruckender Ringwall auf einer Sanddüne in der Niederung der Fuhse, die in etwa ca. 200 m Entfernung verläuft. Anlage fast kreisrund mit äußerem Durchmesser von ca. 120 x 120 m und der Innenfläche von ca. 60 x 60 m. Mächtiger Wall mit ca. 17 - 23 m Basisbreite und trapezförmigem Profil, Kronenbreite bis ca. 5 m, Höhe nach außen ca. 3 - 3,5 m, zur ebenen Innenfläche ca. 2 - 2,5 m. Im nordwestlichen Abschnitt ist er durch einen Weg angeschnitten. Im Norden ist der Wall deutlich steiler und z. T. modern durch eine Mauer mit Treppe abgestützt, hier befindet sich die jetzige Zuwegung. Der Wall ist an vielen Stellen durch kleinere Eingrabungen gestört. Im Westen, Süden und Osten ist dem Wall ein Graben vorgelagert, Breite bis ca. 6 m und der Tiefe von ca. 1 - 1,2 m. Er wurde wohl einst durch einen Seitenbach der Fuhse, der bis auf 30 m herankommt, gespeist. Im Norden war kein Graben nötig, da der Wall hier direkt an der Niederung liegt. 1906 wurde durch C. Schuchhardt der Aufbau des Walles aus Plaggen festgestellt. Grabungen E. Sprockhoffs in den Jahren 1935 und 1936, die fast die gesamte Innenfläche umfassten, ergaben im westlichen Bereich am Wallfuß drei zweischiffige Pfostenhäuser. Im Osten wurde das Tor mit fester Erdbrücke erkannt. 2013 wurden durch N. Lohwasser drei Grabungsschnitte am Wallfuß, im Grabenbereich und in der Innenfläche angelegt. Trotz dreier grubenhausartiger Befunde lässt sich eine Bebauung des Burgareals mit Grubenhäusern nicht eindeutig belegen. Die Entstehung des Burgwalls ist in das Frühmittelalter (9.-10. Jh.) zu setzen. Das Fundaufkommen ist äußerst gering, d.h. die Anlage wurde nur selten aufgesucht und als Fluchtburg vermutlich nie genutzt. Silices und schwach gebrannte Keramikreste belegen eine Begehung des Geländes bereits in urgeschichtlicher Zeit. 1983 wurden Restaurierungsmaßnahmen am Wall vorgenommen. Eine Erläuterungstafel ist vorhanden.
- Literatur
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- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

