Herrenhaus; Gut Wohlenrode
- Landkreis
- Celle
- Samtgemeinde
- Lachendorf
- Gemeinde
- Eldingen
- Gemarkung
- Wohlenrode
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Wohlenrode
- Adresse
- Vor den Höfen 10
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- um 1790 - 1890
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- ed8fdb54-3931-4712-97ab-2591a9ba2c85
- System-ID
- #61414852
- ADABweb-ID
- 33740549
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Vierständer-Fachwerkbau auf verputztem Backsteinsockel unter Satteldach in roter Hohlpfannendeckung. Südwest und Nordwestseite in vertikaler Holzverschalung mit Zierschnitt. Westliche Gebäudehälfte mit nach Norden vorragenden Querhaus, in Verlängerung dessen südöstlich ein Zwerchhaus. Querhaus mit eingezogenem Hauptzugang hinter Windfang, in der Milchglasscheibe das Familienwappen der von der Wense mit der Jahreszahl „1890“. Fachwerkgefüge mit geschosshohen Streben und roter Backsteinausfachung. Im Kern ein Vierständer-Bauernhaus vom Ende des 18. Jh., 1890 erweitert.
- Denkmalbegründung
- Nach den Registern von 1435 und 1438 umfasste der Ort fünf Vollhöfe und drei Kotsstellen. Zwei der Vollhöfe besaßen die von Oppershausen, einen die von Eldlingen. 1556 besaßen die von Eldlingen das ganze Dorf, folglich übertrugen sie die adeligen Freiheiten eines ihrer Sattelhöfe auf einen ihrer grundherrlichen Höfe in Wohlenrode. Der Kern des neu angelegten Gutshofes war ein alter Bauernhof, der wohl 1650 abbrannte. Wohlenrode wurde zum Hauptsitz der eigenen Linie innerhalb der Familie von der Wense, mit dem Begründer Joachim Friedrich (1712-1784). Nach der Allodifikation im Jahre 1848 wurde der Hof zunächst von drei Erben, 1882 allein von ältesten Sohn Hermann von der Wense bewirtschaftet. Dieser ließ den Gutshof ausbauen, indem er den Kuhlschen Vollhof sowie weitere Bauernstellen übernahm und Ackerland hinzukaufte. Er schuf schöne Gartenanlagen und konnte den Reinertrag des Gutshofs verdoppeln. Heute sind die Güter Wohlenrode und Eldlingen in einer Hand zusammengelegt, als Castrum in Wohlenrode dient das einstige Bauernhaus des Kuhlschen Vollhofs. An der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäude besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte sowie für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, durch die beispielhafte Ausprägung eines Gebäudetypus, wie auch aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss als Element des räumlichen Gefüges eines Gutshofes ein öffentliches Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

