Kreissparkasse Lüneburg
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Auf dem Meere 1
- Objekttyp
- Bankgebäude
- Baujahr
- 1910 - 1912
- Personen
- Siebrecht, Karl (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 61b5b506-f5dd-4f3a-8538-434cf7c15162
- System-ID
- #61266167
- ADABweb-ID
- 30655784
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Freistehender, zweigeschossiger Backsteinbau unter hohem Satteldach in roter Hohlpfannendeckung. Bestehend aus zwei sich durchdringenden Trakten mit Annexen. Den Hauptbaukörper bilden ein nördlicher traufständiger und ein dagegen leicht vortretender, südlicher giebelständiger Trakt. Beiden Bauteilen ist unter niedrigerem Satteldach seitlich ein giebelständiger Anbau vorgelegt. Die Giebeldreiecke der giebelständigen, mit Lisenen vertikal betonten Trakte sind mit einem wabenförmigen Ornament gefüllt. Schmal geschnittene Fensteröffnungen unterstreichen die Vertikale. Erschließung an der Südwestseite über eine abgerundete Freitreppe und einem korbbogigen, profilierten Portal mit zweiflügeliger Tür und wabenförmigem Oberlicht. Beiderseits davon Rundbogennischen mit figürlichen Keramiken von Georg Krüger. Architekt Karl Siebrecht. Errichtet als Kreissparkasse 1912.
- Denkmalbegründung
- Die ehemalige Kreissparkasse Auf dem Meere 1/2 steht an exponierter und städtebaulich bedeutsamer Lage am südwestlichen Rand des Marienplatzes und am nordöstlichen Rand der westlichen Altstadt. Darüber hinaus ist sie mit einer Blickachse auf die Waagestraße ausgerichtet, die südlich des Rathauskomplexes verläuft. Das Gebäude wirkt erhöht stehend am Rand eines leicht abfallenden Geländes des sich nach Westen erstreckenden Senkungsgebiets. In der Gesamtkonzeption ist es als beispielhaftes Werk der Reformarchitektur vor dem Ersten Weltkrieg zu sehen, errichtet nach Plänen des hannoverschen Architekten Karl Siebrecht, der u.a. das Verwaltungsgebäude (1911/12) der Keksfabrik Bahlsen an der Podbielskistraße in Hannover entworfen hatte. Die baukünstlerische Bearbeitung der Bauaufgabe, das Bildprogramm der Allegorien des Nährens und Verzehrens des Bildhauers Georg Krüger und die städtebauliche Positionierung betonen den Wert des kommunalen und gemeinnützigen Sparkassenwesens im frühen 20. Jahrhundert. Die Erhaltung des Gebäudes liegt aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes für die Sozialgeschichte, durch beispielhafte Ausprägung eines Gebäudetypus und als Werk des überregional bekannten Architekten Karl Siebrecht sowie wegen der städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss als Element des räumlichen Gefüges eines Platzes und auch als Teil der Altstadt von Lüneburg im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261684 | Altstadt (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

