Konventsgebäude St. Ägidien, Chor des Paulinerklosters
- Landkreis
- Stadt Braunschweig (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Braunschweig, Stadt
- Gemeinde
- Innenstadt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Braunschweig
- Adresse
- Hinter Ägidien Lessingplatz 2
- Objekttyp
- Konventgebäude
- Baujahr
- 12.Jh. - 15.Jh.
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- e7d88663-0636-46f6-9a6c-8228475edf6a
- System-ID
- #61579372
- ADABweb-ID
- 36005419
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Konventsgebäude des Benediktinerklosters St. Ägidien mit Bauteilen des 12. bis 15. Jahrhunderts, erhalten der romanische Kreuzgang und Ostflügel des Klosters mit überwölbten Räumen, ab 1902 zu einem zweigeschossigen Bau aufgestockt und mit Maßwerkfenstern aus dem Langhaus der benachbarten, am Bohlweg gelegenen, abgebrochenen Dominikanerkirche des Paulinerklosters versehen. Weiterhin von der Paulinerkirche aus dem 14. Jahrhundert der gotische Chor mit dreibahnigen Maßwerkfenstern und Strebepfeilern nun als westlicher Abschluss und Anbau an die Konventsgebäude neben die Klosterkirche St. Ägidien transloziert. Heutige Nutzung durch das Landesmuseum Braunschweig.
- Denkmalbegründung
- Das Benediktinerkloster St. Ägidien wurde 1115 durch die Markgräfin Gertrud gestiftet. In romanischer Bauweise errichtet fielen sie wie auch die zugehörige Klosterkirche St. Ägidien dem Stadtbrand im Jahre 1278 zum Opfer. Im Gegensatz zu dem Sakralbau blieb der östliche Gebäudetrakt mit Kreuzgang und einigen überwölbten Räumen jedoch erhalten, die zerstörten Trakte wurden nach dem Brand teilweise wieder errichtet. Ende des 19. Jahrhunderts entschied man sich im Zuge der Neugestaltung der Klosteranlage mit der inzwischen profanierten Klosterkirche für einen Abbruch des West- und Südflügels. Es folgten Bauplanungen zur Unterbringung des "Vaterländischen Museums", heute Landesmuseum Braunschweig, auf dem Konventsgelände. Hierzu wurden Teile der benachbarten Paulinerkirche, deren Abbruch parallel Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte, wiederverwendet und transloziert. Der Erhaltungszustand des gotischen Hochchores, der von 1905-06 in umgekehrter Richtung transloziert wurde ist mit Blick auf seine Geschichte bemerkenswert. An seinem originalen Standort wurde er von 1690 bis 1867 als städtisches Zeughaus umgenutzt, indem eine zweite Gebäudehülle um den Hochchor errichtet wurde. Da keine baulichen Eingriffe direkte Veränderungen der Bausubstanz bewirkten, war der Chor wenigen Umwelteinflüssen ausgesetzt und blieb weitestgehend ungestört erhalten. An der Erhaltung der Konventsgebäude St. Ägidien und des Chores der Paulinerkirche besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte, für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte sowie für die Kultur- und Geistesgeschichte, wie auch aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61576495 | Altstadt (Baukomplex)
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

