Wohnhäuser, Stobenstraße
- Landkreis
- Hildesheim
- Samtgemeinde
- Bockenem, Stadt
- Gemeinde
- Bockenem
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Bockenem
- Adresse
- Stobenstraße
- Objekttyp
- Straßenzug
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- e0763cdc-0b4f-49d8-a8d9-f031b7c643bd
- System-ID
- #61473920
- ADABweb-ID
- 34455210
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Die nordwestlich des historischen Stadtzentrums gelegene Stobenstraße besticht durch ihre einheitliche, beidseitige, traufständige Blockrandbebauung mit vorwiegend zweigeschossigen Fachwerkhäusern. Die Neubebauung nach dem Stadtbrand 1847 nimmt vermutlich Bezug auf die landwirtschaftliche Tradition der Ackerbürgerstadt, da Neubauten der südlichen Stobenstraße 1 a, 2, 3, 5, 7 und 8 sowie der nördlichen Seite Stobenstraße 12, 14, 18 und 19 Quereinfahrten besitzen und wohl als Ackerbürgerhäuser funktionierten. Auffallend sind auch die zurückgesetzten Eingänge mit kleiner, einläufiger Treppe in der südlichen Stobenstraße 1, 2, 4, 6, 9, 10 und in der nördlichen Stobenstraße 11, 13, 15, 16, 17, 20 und 21. Alternierend rhythmisieren Toreinfahrten und zurückgesetzte Eingänge das Straßenbild. Zum Abschluß der Stobenstraße im Osten ist das Fachwerkhaus Nr. 21 mit Zwerchhaus eine Besonderheit und bildet das städtebauliche Pendant zum dreigeschossigen, straßenbildprägenden Speicher gegenüber, den ebenfalls ein Zwerchhaus krönt. Auch das dreigeschossige Hotel in der Stobenstraße 4 ist in der ansonsten zweigeschossigen Bebauung augenfällig.
- Denkmalbegründung
- Die Stobenstraße bestimmt den nordwestlichen Teil der Altstadt von Bockenem. Am 9. April 1847 brach um 20.30 Uhr der verheerendste aller Stadtbrände an der Stobenstraße / Ecke Kurze Straße aus. Er vernichtete etwa drei Viertel der Stadt, etwa 235 von 325 Wohngebäuden mit Nebengebäuden, auch das Rathaus, die Pankratiuskirche, die katholische Kirche, sämtliche Schulen sowie die evangelische und katholische Pfarre. Bei dem vom Bürgermeister Buchholz organisierten Wiederaufbau, der erst um 1870 seinen Abschluss fand, verbreiterte man aus Gründen des Feuerschutzes die Straßen. Die Neubebauung der Stobenstraße um 1850 gehört zur ersten Phase des Wiederaufbaus nach dem Stadtbrand. An der Erhaltung des Straßenzugs besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung durch die für die Altstadt charakteristische zweigeschossige und traufständige Bauweise sowie aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung als räumliches Gefüge einer Straße mit straßen- und ortsbildprägender Wirkung ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61480263 | Wohnhaus | Bürgermeister-Brenneke-Allee 4
61480275 | Speicher (Bauwerk) | Königstraße 15
61480322 | Wohnhaus | Stobenstraße 1
61480323 | Wohnhaus | Stobenstraße 1 a
61480324 | Wohnhaus | Stobenstraße 2
61480325 | Wohnhaus | Stobenstraße 3
61480326 | Hotel | Stobenstraße 4
61480327 | Wohnhaus | Stobenstraße 5
61480328 | Wohn-/Geschäftshaus | Stobenstraße 6
61480329 | Wohnhaus | Stobenstraße 7
61480330 | Wohnhaus | Stobenstraße 8
61480331 | Wohnhaus | Stobenstraße 9
61480332 | Wohnhaus | Stobenstraße 10
61480333 | Wohnhaus | Stobenstraße 11
61480334 | Wohnhaus | Stobenstraße 12
61480335 | Wohnhaus | Stobenstraße 13
61480336 | Wohnhaus | Stobenstraße 14
61480337 | Wohnhaus | Stobenstraße 15
61480338 | Wohnhaus | Stobenstraße 16
61480339 | Wohnhaus | Stobenstraße 17
61480340 | Wohnhaus | Stobenstraße 18
61480341 | Wohnhaus | Stobenstraße 19
61480342 | Wohnhaus | Stobenstraße 20
61480343 | Wohnhaus | Stobenstraße 21
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

