Militärhospital
Ansicht von Süden (2023)
Nordwestfassade (2023)
Südostfassade (2023)
Detail der Südostfassade (2023)
Südwestfassade (2022)
Südwest- und Südostfassade (2022)
Nordwestfassade (2022)
Südwest- und Südostfassade (2022)
- Landkreis
- Stade
- Samtgemeinde
- Stade, Stadt
- Gemeinde
- Stade
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Stade
- Adresse
- Harburger Straße 1
- Objekttyp
- Krankenhausgebäude
- Baujahr
- 1857 - 1858
- Personen
- Hunaeus, Hermann
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Städtebauliche Bedeutung, Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- dec7f4cd-cffc-41a4-a2bb-f7b10da9e33e
- System-ID
- #61324954
- ADABweb-ID
- 30950259
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Hannoversche-Schule Architektengeneration_1810
- Beschreibung
- Freistehender, quaderförmiger Backsteinbau mit flachem Walmdach, dreigeschossig und unterkellert. Das Erdgeschoss als Sockel aus rotem Backstein ausgebildet, darüber liegend zweigeschossige Kolossalordnung mit fünf Feldern aus gelbem Backstein und durch Lisenen mit schlanken Halbsäulen gegliedert. Betonung der Gebäudeecken durch pfeilerartige Dreiviertelsäulen und Akzentuierung des Traufgesimses mit Rundbogenfries. Nach Südosten ausgerichtete Front mit Portal und ursprünglich dort mittig gelegenem Eingang, an der nordwestlichen Längsseite ein Mittelrisalit mit polygonaler Apsis zur Aufnahme des Treppenhauses. Symmetrisch angeordnete, rundbogige Öffnungen mit gekuppelten Fenstern. Fenstergewände, Kapitelle und Gesimse in Sandstein ausgeführt. Errichtet 1857-58 als Militär-Hospital für die Stader Garnison durch den hannoverschen Architekten und Kriegsbaumeister Hermann Hunaeus.
- Denkmalbegründung
- Das Militärhospital wurde 1857-58 südlich der Hohentors-Bastion und damit außerhalb der Festungsanlagen errichtet und diente bis zum Abzug der Stader Garnison 1919 als Militärlazarett. Der Bau stammt von dem überregional tätigen hannoverschen Architekten Hermann Hunaeus und greift den florentinischen Palaststil auf, den Hunaeus im Sinne des hannoverschen Rundbogenstils weiterentwickelt, was sich bei der Wahl des zweifarbigen Sichtmauerwerks und bei der Gliederung der Fassaden mit Lisenen, Stabwerk und Ecktürmen zeigt. Medizinische Erwägungen führen zu einer funktional geprägten Organisation mit einer technisch fortschrittlichen Ausstattung. Das Stader Militär-Hospital veranschaulicht beispielhaft den militärischen Krankenhausbau Mitte des 19. Jahrhunderts im Königreich Hannover und stellt zugleich ein herausragendes Beispiel für die Ausprägung des hannoverschen Rundbogenstils dar. Aufgrund seiner Straßen- und ortsbildprägenden Lage inmitten einer parkartigen Grünanlage kommt dem Bau auch eine hohe städtebauliche Bedeutung zu. Die Erhaltung des ehemaligen Militärhospitals liegt aufgrund seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung im öffentlichen Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61769068 | Grünanlage | Harburger Straße 1
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von Süden (2023)
Nordwestfassade (2023)
Südostfassade (2023)
Detail der Südostfassade (2023)
Südwestfassade (2022)
Südwest- und Südostfassade (2022)
Nordwestfassade (2022)
Südwest- und Südostfassade (2022)

