Hof Lübker
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Melle, Stadt
- Gemeinde
- Westerhausen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Westerhausen
- Adresse
- Lohhakenweg 33
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1747
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- dad5ba43-7aa4-4f95-bc41-5fddbe5a0c3e
- System-ID
- #61537398
- ADABweb-ID
- 35544036
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Traufständig zum kleinen Weg gelegenes Heuerhaus, Zweiständerbau, Kammerfach wohl mit Aufsprung und beidseitiger nachträglicher Erweiterung, Wirtschaftsgiebel zweimal vorkragend, Wohngiebel ursprünglich mit Steckwalm, Fachwerk mit verputzten Bruchsteinausmauerungen, Satteldach, errichtet laut Inschrift 1747 (i) von den Eheleuten Hagedorn.
- Denkmalbegründung
- Die Gemarkung Westerhausen liegt im Nordwesten der Gemeinde Melle und erstreckt sich vom bewaldeten Kamm des Westerhäuser Berges nach Süden bis zur Ebene der Else-Niederung. Am Fuße des Berges verlief ursprünglich der Alte Heerweg von Osnabrück nach Oldendorf und Buer. Der ursprüngliche Siedlungskern liegt leicht östlich in der Gemarkung, südlich des Westerhäuser Berges und an der Straße nach Niederholsten. Im Süden der Gemarkung gruppieren sich in der Nähe des Neuen Damms, ebenfalls einer älteren Straße nach Osnabrück, beiderseits des kleinen Baches noch einige Markkötter. Im 19. Jahrhundert lockerte sich dieses Siedlungsbild durch Verlegen und Wegfallen einiger Hofstellen sowie durch Anlage von Neusiedlerstellen westlich des Siedlungskerns. Neue Wohngiebiete entstanden mit der Eisenbahnlinie von Osnabrück nach Melle 1855 und Errichtung des Bahnhofes um 1900. Aufgrund einer einsetzenden Um- und Neubauwelle nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich nur wenige Bauten aus der Zeit vor 1900 unverändert erhalten. Das Heuerhaus im Lohhakenweg 33 ist ein in Bau- und Wandgefüge sehr gut erhaltenes Fachwerkgebäude aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, das im Kammerfach bereits 1790 umgebaut wurde. Das Heuerhaus liegt isoliert im Nordwesten der Gemarkung. Die Einzellage von Heuerhäusern ist innerhalb der Siedlungsstruktur im ländlichen Raum typisch, denn dieser Umstand resultiert aus dem sogenannten Heuerlingswesen. Dieses entwickelte sich im 17. Jahrhundert ausschließlich im nordwestdeutschen Raum und fand nach dem Zweiten Weltkrieg - in den 1960er Jahren - sein Ende. Dabei bekamen die sogenannten Heuerleute, häufig Landarbeiter oder Söhne des Bauern, die den Geschwistern das Hoferbe überlassen mussten, gegen Abgaben und Arbeitsleistung für den Bauern neben einem Wohnsitz, der sich unweit des Haupthofes befand, auch ein Stück Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt. An der Erhaltung des Heuerhauses besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und aufgrund seines Seltenheitswertes und nahezu ungestörten Überlieferungszustandes, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

