Mietwohnhaus Untere-Masch-Straße 13b
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Göttingen, Stadt
- Gemeinde
- Göttingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Göttingen
- Adresse
- Untere-Masch-Straße 13 b
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1901 - 1902
- Personen
- Hennig, Friedrich
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- d97373ea-c530-4c75-9981-e7a657ac2196
- System-ID
- #61555106
- ADABweb-ID
- 35859301
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Das dreigeschossige Mietwohnhaus Untere-Masch-Straße 13b steht am nördlichen Ende der Zeilenbebauung der Unteren-Masch-Straße unmittelbar an der Innenstadt-Ausfallstraße und weist deswegen drei Schaufassaden auf. Auf einem massiven Kellersockel und das Erdgeschoss folgen zwei vorkragende Fachwerkgeschosse, deren Hauptfassade sich nach Osten zur Unteren-Masch-Straße orientiert und dort einen leicht vortretenden Mittelrisalit mit Haupteingang und Zwerchhaus ausbildet. Ebenfalls symmetrisch zeigt sich die dem Stadtwall zugewandte Gartenfassade mit einem tiefen Treppenhaus-Risalit sowie seitlich vorkragenden Obergeschoss-Balkonen. Dagegen ist die nördliche Giebelfassade malerisch asymmetrisch mit einem Seitenrisalit in der Art einer Utlucht gestaltet. Sämtliche Dachgiebel schließen mit Kurzwalmen, ebenso die Zierdachgauben. Die teilweise verziert gerahmten Fensteröffnungen sind größtenteils in Zweier- und Dreiergruppen geordnet. Sämtliche Originalholzfenster sind erhalten. Besonders ausgestaltet ist der straßenseitige Risalit mit dem aufwändig sandsteingerahmten Hauseingang und bauzeitlicher Zweiflügeltür, darüber stilisierten Fachwerkrosetten und im ersten Obergeschoss einem leicht vortretenden Pultdacherker mit Rundbogenfenstern. Im Inneren sind die historischen Grundrissstrukturen erhalten, ebenso u.a. im Erdgeschossflur ein Terrazzoboden, die Erschließungstreppe und zahlreiche Türen mit Bekleidungen.
- Denkmalbegründung
- Das 1901-1902 vom Göttinger Malermeister Wilhelm Hoffmann nach Plänen des Göttinger Tischlers, Architekten und Bautechnikers Friedrich Hennig (1877-1916) errichtete Mietwohnhaus für sechs Wohnungen markiert städtebaulich den erst kurz zuvor geschaffenen Stadtwall-Durchbruch mit einer neu angelegten Ausfallstraße. Daher zeigt das Gebäude drei Ansichtsfassaden. 1971 bis 2025 diente das Gebäude der Heilsarmee als Männerwohnheim. Die Erhaltung des Gebäudes liegt aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse. Schutzbegründend ist die geschichtliche Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte Göttingens aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die historisierende Baugeschichte der Zeit um 1900. Städtebauliche Bedeutung liegt vor wegen des prägenden Einflusses auf das Straßenbild von Untere-Masch-Straße, Obere-Masch-Straße und Waageplatz. Es ist am Stadteingang und Stadtwalldurchbruch auch ein prägendes Element im räumlichen Gefüge des Innenstadt-Ensembles.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61700542 | Altstadt (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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