Villa Seligmann
West- und Südfassade (2012)
Blick in die Große Halle (2012)
Blick in das ehemalige Esszimmer (2012)
Blick in das ehemalige Herrenzimmer (2012)
Blick in das ehemalige Musikzimmer (2012)
Ost- und Nordfassade (2024)
Ostfassade (2024)
Südfassade (2024)
Ostfassade (2024)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Oststadt
- Adresse
- Hohenzollernstraße 39
- Objekttyp
- Villa
- Baujahr
- 1903 - 1906
- Personen
- Schaedtler, Hermann (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- d86e7a25-11c1-47bd-a28b-e878c9e13215
- System-ID
- #61284571
- ADABweb-ID
- 30748332
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Hannover-Unesco-City-of-Music
- Beschreibung
- Palaisartiger zweigeschossiger, in einem großen Garten freistehender und stark gegliederter Sandsteinquaderbau in neobarocken Formen mit hohem Mansarddach über dem auskragenden Kranzgesims und geschweiften Zwerchgiebeln, Lukarnen und Fledermausgauben. Die Fassaden werden durch Erker und Altane, Balkone, Risalite und Freitreppen plastisch gegliedert. Sie sind zudem durch Fensterrahmungen und -überdachungen, ornamentierte Brüstungsfelder und profilierte Gesimse aus Sandstein verziert. Das Erdgeschoss besteht aus großen Repräsentationsräumen, von denen die Große Halle, die sich über zwei Ebenen erstreckt, den zentralen Platz einnimmt. Die aufwendige wandfeste Innenausstattung aus der Erbauungszeit ist zum Großteil erhalten. Sie reicht vom Marmorentrée über hölzerne Wandverkleidungen und textile Wandbespannungen, mit Schnitzereien verzierte Treppen, Stuckaturen und Friese, Türen und Bodenbeläge bis hin zu Wand- und Deckengemälden. Ende 2006 hat die Siegmund Seligmann Stiftung das Gebäude erworben und 2012 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist die Villa Seligmann seither ein Ort für die Aufführung, Vermittlung, Erforschung und Dokumentation jüdischer Musik, wozu auch seltene Synagogal-Orgeln, darunter die Sauer-Orgel aus Berlin und der aus der Budapester Dohány-Synagoge stammende Spieltisch der Rieger-Orgel, gehören.
- Denkmalbegründung
- Die Villa Seligmann wurde zwischen 1903 und 1906 vom Hannoverschen Architekten Hermann Schaedtler auf einem großzügigen Gartengrundstück in der Hohenzollernstraße, am westlichen Rand der Eilenriede, für die Familie des Direktors der Continental-Gummiwerke Siegmund Seligmann erbaut. Die Villa Seligmann ist eines der wenigen gut erhaltenen Zeugnisse des jüdischen Bürgertums vor der Shoah und damit von großer Bedeutung für die Orts- und Sozialgeschichte Hannovers. Der palaisartige Bau mit seiner nahezu vollständig erhaltenen und aufwendig restaurierten Innenausstattung ist zudem als Gesamtkunstwerk nach Entwürfen des überregional bekannten Architekten Hermann Schaedtler von Bedeutung für die Bau- und Kunstgeschichte. Darüber hinaus prägt die Villa mit dem umgebenden, einst vom Stadtgartendirektor Julius Trip gestalteten Garten und der teilweise erhaltenen bauzeitlichen Einfriedung das Straßenbild im Karree Hohenzollernstraße, Kleine Pfahlstraße und Auf dem Lärchenberge und ist damit auch städtebaulich bedeutsam. Die Erhaltung der Villa Seligmann liegt aufgrund der genannten geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung im öffentlichen Interesse.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
West- und Südfassade (2012)
Blick in die Große Halle (2012)
Blick in das ehemalige Esszimmer (2012)
Blick in das ehemalige Herrenzimmer (2012)
Blick in das ehemalige Musikzimmer (2012)
Ost- und Nordfassade (2024)
Ostfassade (2024)
Südfassade (2024)
Ostfassade (2024)

