Warenhaus Karstadt
- Landkreis
- Stadt Wilhelmshaven (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Wilhelmshaven, Stadt
- Gemeinde
- Wilhelmshaven
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Innenstadt
- Adresse
- Marktstraße 26
- Objekttyp
- Warenhaus
- Baujahr
- 1922 - 1924
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Städtebauliche Bedeutung, Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- d6d97abe-52b1-4a4e-bc4b-c185b9527575
- System-ID
- #61506575
- ADABweb-ID
- 35143502
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Viergeschossiger Stahlskelettbau mit Attikageschoss unter Flachdach. Außenbau mit mit Werksteinverkleidung. Gliederung der Fassaden durch Kolossalpfeilern mit dazwischenliegenden Fensterachsen, die von schmalen Pfeilern gegliedert sind. Kräfig ausgebildetes Kranzgesims, darüber niedrigeres, leicht zurücktretendes Staffel- bzw. Attikageschoss. Mittige Betonung durch Reliefs (sich gegenüberstehende Löwen), die an dieser Stelle das Kranzgesims unterbrechen. Erdgeschosszone mit großen Schaufenstern zwischen den Pfeilern. Das Warenhaus an markanter Stelle in Bahnhofsnähe mit zu drei Seiten ausgebildeten Fassaden an der Bahnhof-, Markt- und Virchowstraße.1922/24 von Philipp Schaefer (Bauabteilung Rudolph Karstadt AG).
- Denkmalbegründung
- Die großen Warenhauskonzerne wie Wertheim, Tietz oder Karstadt entwickelten sich Ende des 19. Jahrhunderts aus Familienbetrieben. Das Konzept des Warenhauses mit seinem großen, spartenübergreifenden Sortiment unterschied sich von den Spezialgeschäften. Es entstand nicht nur ein neues Geschäftsmodell sondern damit verbundenen auch eine neue Bauaufgabe, um dem Platzbedarf gerecht zu werden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden im Deutschen Reich nach dem Vorbild des Wertheim-Warenhauses am Leipziger Platz in Berlin (Architekt: Alfred Messel) zahlreiche Warenhäuser als mehrgeschossige Stahlskelettbauten, deren Fassaden aus Werkstein mit monumentalen Pfeilern gegliedert sind. Die Konstruktion erlaubte eine mit großen Schaufenstern aufgelöste Erdgeschosszone, weitere Kennzeichen waren ein niedrigeres Attikageschoss und hohe Walmdächer – wie es auch das Wilhelmshavener Karstadtgebäude vor dem 2. Weltkrieg besaß. Der „Hausarchitekt“ der Rudolph Karstadt AG Philipp Schaefer (1885-1952 )folgte in seinem Entwurf des 1921-1924 errichteten Warenhauses diesem Prinzip; Der Bau ist ein später Vertreter dieses Typs Warenhaus, denn in den 1920er Jahren wurde in der Regel die vertikale Gliederung zugunsten einer horizontalen Betonung aufgegeben. Der Bau nimmt die Parzelle zwischen Marktstraße, Bahnhofstraße und Virchowstraße ein und dominiert in diesem Bereich trotz des fehlenden Walmdaches das Stadtbild. An der Erhaltung des Warenhaus besteht besteht aufgrund seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung wegen seiner beispielhaften Ausprägung eines Bautyps und seines ortbildprägenden Schau- und Zeugniswerts ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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