Patrizierhaus. Wohn-/Geschäftshaus
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Große Bäckerstraße 26
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1400 - 1840
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- d25c492d-39a7-45a9-8113-e76931e6d646
- System-ID
- #61272770
- ADABweb-ID
- 30687255
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau unter Satteldach mit vorgelegtem verputztem Fassadenbau. Fassadengliederung im hohen Erdgeschoss mit Fugenschnitt und einem Bandgesims zwischen den fünfachsigen Obergeschossen und dem flachen Dreieckgiebel mit Halbkreisfenster. Davon abweichend im südlichen Abschnitt im ersten Obergeschoss eine quadratische Fensteröffnung und je zwei Achsen kleiner Fensteröffnungen in den oberen Geschossen. Abschließend über kräftigem Traufgesimsprofil ein flach gestufter Dachaufbau. Nördliche Traufseite des Hauptgebäudes zur Münzstraße mit Baufuge zweier Bauphasen. Die ältere mit hohem Erdgeschoss auf Findlingsmauerwerk mit drei Obergeschossen. Über dem Erdgeschoss ein Fries mit Laubstabornament. Darüber Terrakottafriese. Östlich um drei Achsen dreigeschossig erweitert mit Tausteinarkaden und Blendarkaden. Rückwärtig zeigen zwei Giebelseiten die ursprüngliche Bausituation des 16. Jahrhunderts. Der Rückgiebel des Hauptgebäudes mit Krüppelwalm (von 1955 nach Brand des Dachstuhls) ist stark überformt und weist Elemente der Geschossgliederung des 16. Jahrhunderts auf: Holzsturz über dem ersten Obergeschoss, Segmentbogenblenden und Fensterarkaden sowie Blendokuli, leere Wappenschildern sowie Tausteinlisenen und -blenden sowie Farbwechsel der Ziegel. Die östliche Giebelwand der Durchfahrtbebauung in Fachwerkkonstruktion aufgeführt. Errichtet unter Einbeziehung des Vorgängerbaus von um 1400; Erweiterungen um 1517/18 (d) mit Durchfahrtbebauung. Fassadenerneuerung 1830 von H. Warnecke.
- Denkmalbegründung
- Das stattliche Gebäude Große Bäckerstraße 26 östlich der Straße steht städtebaulich exponiert auf einem Eckgrundstück zur Münzstraße. Es ist das ehemalige Haupthaus eines für Lüneburg typischen, großparzelligen Patrizieranwesens mit Flügelbau und rückwärtiger Bebauung, das sich anfänglich bis zur Straße Auf dem Wüstenort erstreckte und zum größten der Stadt zählte. Mit der Umbauphase von um 1830 wurde das Hauptgebäude und die Durchfahrtbebauung mit einer klassizistisch geprägten Fassadengestaltung zusammengefasst. Die für die Stadtgeschichte bedeutsame Besitzerfolge seit um 1400 umfasst wichtige Patrizierfamilien, das Kloster Lüne, das Hospital zum Großen Heiligen Geist und das kurfürstliche Kavallerie-Leib-Regiment sowie Stadtbeamte und Kaufleute. An seiner Erhaltung besteht aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen wegen des Zeugnis- und Schauwerts für die Orts-, Bau- und Kunstgeschichte und durch beispielhafte Ausprägung eines Gebäudetypus sowie von prägendem Einfluss als Element des räumlichen Gefüges einer Straße als Teil der Altstadt von Lüneburg ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261684 | Altstadt (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

