Wohnhäuser Küchengarten
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Linden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Linden-Nord
- Objekttyp
- Wohnblock
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- d04acb71-c76d-485c-90e7-b4fa7879b51c
- System-ID
- #61261470
- ADABweb-ID
- 30592908
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Den Platz am Küchengarten nordwestlich begrenzende Blockbebauung aus viergeschossigen Klinkerbauten mit plastischem Schmuck aus Keramik. Während die flächigen Fronten an Fösse- (8-12) und Limmerstraße (3-5) - hier allerdings ein Versprung als Anschluss an die ältere Fluchtlinie - lediglich eine differenzierte Horizontalgliederung zeigen (leider wurden die alten Sprossenfenster ersetzt), weisen gesteigerte Plastizität u. a. durch kielförmige Erker an den Gebäudeecken, kastenförmige Dachhäuser und reichere Gestaltung den annähernd symmetrischen Abschnitt zum Platz (Fössestraße 4-6) als Hauptfassade aus. Hier gleichen fünf über dem Gurtgesims knapp vortretende Kompartimente mit Drillingsfenstern und dazugehörige hochrechteckige figürliche Reliefplatten die horizontale Wirkung der verkröpften Gesimse aus. An den drei mittleren Feldern unter den Dachhäusern verstärken kubistische Dekorplatten in den Brüstungsfeldern die Vertikale. Diese vergleichsweise zierliche Fassade, deren ganzer Reichtum sich erst in der Nähe erschließt (die Reliefs stammen möglicherweise von Vierthaler), wird heute teilweise von vorgestellter Bebauung verdeckt. Von der alten Möblierung des Platzes hat sich auf der gegenüberliegenden Seite der Limmerstraße eine etwa 1927 aufgestellte Normaluhr (Entwurf Elkart) erhalten.
- Denkmalbegründung
- Gleichzeitig mit dem 1927 nach Planung von Elkart errichteten Miethauskomplex und den „Städtischen Bädern“ südlich des 1910 angelegten Küchengartenplatzes entstanden die von Hartjenstein entworfenen viergeschossigen Klinkergebäude für Wohnen und Gewerbe, sie schlossen das trapezförmige Areal zwischen Fösse-, Selma- und Limmerstraße und füllten das städtebauliche Vakuum zwischen dem Platz und der nordöstlich gelegenen fortgeschrittenen Bebauung aus dem späten 19. Jh. An ihrer Erhaltung besteht aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes sowie der städtebaulich straßenbildprägenden Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61289683 | Wohnhaus | Fössestraße 4
61289684 | Wohnhaus | Fössestraße 6
61289685 | Wohnhaus | Fössestraße 8
61289686 | Wohnhaus | Fössestraße 10
61289687 | Wohnhaus | Fössestraße 12
61289688 | Wohnhaus | Limmerstraße 3
61289689 | Wohnhaus | Limmerstraße 3 A
61289690 | Wohnhaus | Limmerstraße 5
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

