Städtisches Museum
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Göttingen, Stadt
- Gemeinde
- Göttingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Göttingen
- Adresse
- Ritterplan 7
- Objekttyp
- Museum
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- cd3e5c98-e51e-4492-afcf-040cac2aa5dd
- System-ID
- #61554815
- ADABweb-ID
- 35853655
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ensemble von historischen Gebäuden am Straßenzug Ritterplan/Jüdenstraße, die seit 1896 nach und nach von der Stadt Göttingen aufgekauft und zum Städtischen Museum umgenutzt wurden. Die städtebauliche Situation ist geprägt von dem zurückgesetzt gelegenen Hardenberger Hof (Ritterplan 7) sowie den übrigen an einer prägnanten Biegung der Jüdenstraße stehenden Bauten, die hier vom Ritterplan abzweigt. Vor dem Hardenberger Hof liegt der sogenannte Museumsgarten als eingefriedete historische Frei- und Grünfläche. Im rückwärtigen Hofbereich des Ensembles befindet sich die historische Wirtschafts- und Freifläche der ehemaligen Posthalterei, mit teilweise erhaltener Bodenpflasterung.
- Denkmalbegründung
- Das Städtische Museum Göttingen ist ein aus mehreren Gebäuden zusammengewachsenes Ensemble: Es ist der dritte Museumsstandort der „Städtischen Altertumssammlung“ und besteht als Keimzelle aus dem 1896-97 nach Plänen von Stadtbaurat Heinrich Gerber umgenutzten, stattlichen Renaissance-Adelssitz Hardenberger Hof (Ritterplan 7), der zugleich um einen Kapellen-Anbau für die kirchlichen Objekte und einen eingefriedeten Museumsvorgarten erweitert wurde. Seit der Zeit um 1910 wurden auch Räume des westlich anschließenden Fachwerkbaus der Alten Post (Ritterplan 8, sogenannten Remise) genutzt. 1938 kam der weiter westlich bis zur Jüdenstraße reichende barocke Fachwerkflügel (Jüdenstraße 38, sogenannter Verbindungsbau) hinzu; beides waren ehemals Unterkunftsgebäude und Remisen der Post, die zwischenzeitlich 1865-79 als Höhere Mädchenschule diente. Abgeschlossen wurden die Museums-Erweiterungen mit dem zum Verwaltungsgebäude umgenutzten Barockbau der Alten Posthalterei (Jüdenstraße 39). Die Erhaltung des Ensembles „Städtisches Museum Göttingen“ als Kulturdenkmal liegt wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung im öffentlichen Interesse. Schutzbegründend ist die ortsgeschichtliche Bedeutung aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Baugeschichte Göttingens, wobei wegen der Postvorgeschichte und wegen der Museumsentwicklung Aspekte der Wirtschafts- und Geistesgeschichte Göttingens hinzukommen. Städtebauliche Bedeutung besteht wegen des prägenden Einflusses auf das Straßenbild von Jüdenstraße und Ritterplan, auch als wichtiges Element im gesamten Altstadtensemble.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61700542 | Altstadt (Baukomplex)
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61561505 | Einfriedung | Ritterplan 7
61561520 | Museum | Ritterplan 8
61561521 | Museum | Ritterplan 7
61561530 | Wohnhaus | Jüdenstraße 39
61561531 | Museum | Jüdenstraße 38
61679457 | Museum | Ritterplan 7
61679458 | Museum | Ritterplan 7
61700441 | Garten | Ritterplan 7
61700442 | Fassade | Ritterplan 8
- Weiterführende Links
- Wikipedia-Artikel: Städtisches Musuem Göttingen
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

