Burgruine Sichelnstein
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Staufenberg
- Gemeinde
- Sichelnstein
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Sichelnstein
- Adresse
- Burgstraße
- Objekttyp
- Burg
- Baujahr
- 1370 - 1372
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- cbfed59d-404d-4538-ad4f-169060a536d6
- System-ID
- #61530296
- ADABweb-ID
- 35289235
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Am Abhang des Kaufunger Waldes gelegene Burgruine, spätestens 1370-72 von Herzog Otto dem Quaden als Grenzfeste gegen die hessischen Landgrafen errichtet, vermutlich mit älterem Kern. Etwa 7 m hohe Umfassungsmauern, größtenteils aus schwarzem Säulenbasalt, auf hufeisenförmigem Grundriss mit einem einzigen Zugang von Südosten, umzogen von einem Wallgraben. Verfallen spätestens seit dem Dreißigjährigen Krieg.
- Denkmalbegründung
- Mit dem Ausbruch des Sternerkriegs 1372, in dem sich die Ritterschaft gegen den hessischen Landgrafen erhob, ließ Herzog Otto der Quade von Braunschweig die Burg Sichelnstein von Grund auf neu befestigen und fiel von hier aus mit seinen Rittern in Hessen ein. Burg und Amt Sichelnstein wechselten später durch Verpfändung mehrmals den Besitzer. Um 1500 verwaltete wieder der hessische Landgraf die Burg und bestellte seinen Lehnsmann Friedrich Trott als Amtmann dorthin. Ihm unterstand das Obergericht, das heute die Gemeinde Staufenberg umfasst und damit die Ortschaften auf der Hochfläche oberhalb von Hann. Münden. Große Besitztümer, unter anderen auch der Kaufunger Wald gehörten zur Burg Sichelnstein. Noch im Jahr 1557 waren die Bauern aus den Ortschaften Nienhagen, Sichelnstein, Benterode, Wahnhausen, Lutterberg, Escherode, Landwehrhagen, Laubach, Spiekershausen, Speele, Hedemünden, Oberode und Bonaforth der Burg gegenüber zinspflichtig. Über die späteren Schicksale der Burg Sichelnstein einschließlich ihrer Zerstörung sind keine Zeugnisse abgelegt, doch ist anzunehmen, dass sie das Los vieler Burgen im Dreißigjährigen Krieg teilte. Das Steinmaterial fand nach dem Verfall der Burg Verwendung beim Bau Sichelnsteiner und Benteröder Häuser. Als 1787 die alte Dorfkirche in Benterode einzustürzen drohte, sah man sich zu einem Neubau gezwungen und benutzte dazu die Reste der Burg Sichelnstein als Steinbruch. Zurück blieb eine dennoch beeindruckende Burgruine, an deren Erhaltung aufgrund der orts- und landesgeschichtlichen und ortsbildprägenden Bedeutung ein öffentliches Interesse besteht.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

