Bruchmühle
- Landkreis
- Northeim
- Samtgemeinde
- Dassel, Stadt
- Gemeinde
- Markoldendorf
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Markoldendorf
- Objekttyp
- Mühlenanlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- ca97c6fe-7bc0-48dc-9156-ae260d66ac85
- System-ID
- #61403730
- ADABweb-ID
- 33539309
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Mühlengebäude aus Fachwerk von 1723(i) südwestlich von Markoldendorf an der Ilme, Mühlgraben und Umflut sowie Wehr an beider Zusammenfluss.
- Denkmalbegründung
- Mühlengebäude aus Fachwerk von 1723(i) südwestlich von Markoldendorf an der Ilme, Mühlgraben und Umflut sowie Wehr an beider Zusammenfluss. Die Anlage vor dem Markoldendorfer Bruchtor befindet sich an einem Standort mit bis zum Jahre 1397 zurückreichender Mühlentradition. 1521 während der Hildesheimer Stiftsfehde zerstört, verkaufte der Flecken Markoldendorf die Bruchmühle an Herzog Erich I. von Calenberg-Göttingen, der sie neu errichten und seinem 1539 neu gegründeten Amtssitz Erichsburg als Ausstattung zuweisen ließ. Im frühen 18. Jahrhundert, als die Mühle von Pächtern betrieben wurde, teilten sich beide welfischen Linien des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg offenbar in das Eigentum und kassierten den Pachtzins abwechselnd. Im Jahr des Brands 1723, als das heutige Mühlengebäude neu erbaut wurde, zahlte Johann Friedrich Münder die Pacht an die Regierung des Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg in Hannover und König von Großbritannien, dessen Wappen daher den Eingang zum Mühlenteil auszeichnet. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die gesamte Anlage erweitert und modernisiert. Die einschlägigste Veränderung am Mühlengebäude erfolgte 1905, als der Mühlenteil aufgestockt wurde. Auch nach der Stilllegung des Betriebs in den 2000er Jahren sind mit Wohn- und Mühlengebäude Stauwehr und Mühlengraben die wesentlichen Bestandteile der historischen Mühlenanlage erhalten. Darüber hinaus ist die Mühlentechnik mit Ausstattungsstücken aus dem 18. bis 20. Jahrhundert vollständig erhalten und erlaubt es, die Entwicklung des Mühlengewerbes gut nachzuvollziehen. An der Erhaltung der Mühlenanlage besteht wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte und aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte sowie für Wirtschafts- und Technikgeschichte und wegen ihrer städtebaulichen Bedeutung als Anlage von prägendem Einfluss auf das Landschaftsbild in der Ilme-Niederung.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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