Hof Meyer-Osterhues
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Belm
- Gemeinde
- Powe
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Powe
- Adresse
- Power Weg 69
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1907
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c9d096a8-1a71-4552-9090-033fb3a831ad
- System-ID
- #61697183
- ADABweb-ID
- 41310979
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Im nördlichen Bereich der Hofanlage gelegenes Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Hallenhaus in Vierständerbauweise mit Bruchsteinaußenwänden, Öffnungen mit Ziegelrahmung, Satteldach, errichtet 1907 (i).
- Denkmalbegründung
- Das Wohn-/Wirtschaftsgebäudes des Hofes Meyer-Osterhues liegt inmitten der Hofanlage und wurde ab 1907 errichtet. Der ursprüngliche Siedlungskern des frühen Mittelalters befindet sich im südlichen Bereich der Gemarkung und wird durch eine Gruppe von fünf Voll- und einem Halberben am Südhang des Power Feldes gebildet. Komplettiert wird die Kernsiedlung durch Einzelhöfe östlich, südlich und westlich. Eine Besonderheit stellt dabei der domkapitularische Haupthof Meyer-Osterhues unweit des Weges von Osnabrück nach Hunteburg dar. Südlich dieser Kernsiedlung wird die Gemarkung von der B 51, der Straße von Osnabrück nach Ostercappeln, und der Bahnlinie Osnabrück-Hamburg durchschnitten. Dadurch wurden auch zwei Voll- und Halberben am Ostrand des Power Feldes, die ursprünglich auch zur Kernsiedlung gehörten, von dieser getrennt. Während der Bereich südlich dieser Wegeführung durch Neubauten nach dem Zweiten Weltkrieg verdichtet wurde, ist nördlich der Bahnlinie zumindest die frühneuzeitliche Siedlungsstruktur nahezu ungestört überliefert. Mittelalterliche Spuren wurden durch zahlreiche Hofwüstungen, die in benachbarten Höfen aufgegangen sind, zerstört. Die Haupthäuser der Hofanlagen stammen vorwiegend noch aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Typologisch dominieren die Zweiständerbauten - teils jedoch nur stark verändert. Der Vierständerbau ist kaum vertreten und relativ jung - wie das Wohn-/Wirtschaftsgebäude von Hof Meyer-Osterhues. Massive Vertreter gibt es nur bei wenigen Neubauereien und beim Hof Meyer-Osterhues. Aufgrund der vielschichtigen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts änderte sich auch das Erscheinungsbild der Hofanlagen im niedersächsisch-westfälischen Raum. Im Rahmen der Industrialisierung gewann der Bruchstein und später der Backstein Bedeutung als Baumaterial. Der Steinbau, im Inneren häufig noch mit Fachwerkgerüst, erhielt im Folgenden Einzug in den ländlichen Bereich. In den Gebäuden mit den massiven Außenwänden blieben die Grundrissstrukturen, wie der hier übliche Flettdielengrundriss mit Längsaufschluss, erhalten. Hinzu kamen Ziegelziersetzungen am repräsentativen Wirtschaftsgiebel oder unverputzte Bruchsteinfassaden. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude des Hof Meyer-Osterhues ist ein solcher, typischer Vertreter. In der Ausprägung der Bauaufgabe und -form beispielhaft, besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte sowie aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung als seltenes, authentisch und ungestört erhaltenes Dokument des frühen 20. Jahrhunderts, sowie aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung als Elemente mit prägendem Einfluss auf das räumliche Gefüge der Hofanlage, ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61697229 | Hofanlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

