Burg Bederkesa
Ansicht von O (2023)
Ansicht von SW (2023)
Ansicht von NW (2023)
Ansicht von NO (2023)
Nordfassade des eingeschossigen Anbaus am Südflügel (2023)
Ansicht von Südwesten 2017 (2017)
- Landkreis
- Cuxhaven
- Samtgemeinde
- Geestland, Stadt
- Gemeinde
- Bederkesa
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Bad Bederkesa
- Adresse
- Amtsstraße 17
- Objekttyp
- Burg
- Baujahr
- 1400
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c8705d98-00fd-44a5-8844-7b00dfec50f1
- System-ID
- #61365303
- ADABweb-ID
- 31263979
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zweigeschossige, nach Osten geöffnete, dreiflügelige Anlage in Backsteinbauweise unter Satteldach mit roten Hohlpfannen. Schulter- und Firststaffeln an den Dächern der Flügelbauten. Die Burganlage entstand sukzessive vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Der älteste Teil ist der Südflügel mit zweischiffigem Gewölbekeller, 1457-1460 (i). Nach Verkürzung des Südflügels um 1740 erfolgt ein eingeschossiger Anbau unter Schopfwalmdach mit roter Hohlpfannendeckung, teils als massiver Backsteinbau, teils als Fachwerkbau mit Backsteinausfachung. Der Nordflügel wurde 1535/36 erbaut; beide Flügel wurden um 1579 durch einen fünfachsigen Mitteltrakt miteinander verbunden. Dieser weist an der Ostfassade ein Zwerchhaus in Fachwerkbauweise und Schleppgauben sowie an der Westfassade ebenso Schleppgauben und einen mittig angesetzten, eingeschossigen Erker in Fachwerkbauweise auf. 1611/12 erfolgte der ursprüngliche Bau des polygonalen Treppenturmes in der Nordwestecke des Hofes. Erschließung über das Eingangsportal in der südwestlichen Hofecke und eine einläufige Treppenanlage mit Sandsteinwangen. Im Burghof steht eine Roland-Statue aus Sandstein von 1602. Eine umfassende Sanierung erfolgte 1976-1983, dabei wurde der 1749 abgetragene Turm und der ruinöse Nordflügel nach dem Ausgrabungsbefund und einem Stich von Wilhelm Dilich von 1604 rekonstruiert sowie eine Originalsandsteinplatte von 1460 über der Haupteingangstür im Innenhof angebracht. Heute genutzt als archäologisches und kulturhistorisches Museum.
- Denkmalbegründung
- Der nördlich des Markts gelegene Renaissancebau prägt den Ortskern von Bad Bedekesa. Errichtet wurde das erste Befestigungswerk auf einem im 12. Jahrhundert im Uferbereich des Bederkesaer Sees künstlich aufgeschütteten Hügel. Spuren der mittelalterlichen Burganlage der Herren von Bederkesa sind nicht mehr vorhanden. Die Anlage wurde zum Ausgangspunkt regionalgeschichtlich bedeutender Ereignisse im Küstengebiet zwischen Weser und Elbe. 1381 erwarb Bremen die Hälfte der Herrschaft Bederkesa und 1421 die andere Hälfte. Reste einer Turmburg aus der Zeit um 1400 sind belegt. In der Folgezeit wurde mit dem Bau des Südflügels ab 1457 die strategisch bedeutsame Burg zu einer der stärksten Befestigungsanlagen im Bremer Machtbereich. 1654 durch den schwedischen Generalgouverneur Hans Christoph v. Königsmarck erobert, wurden die Befestigungsanlagen und der Turm nach 1661 geschleift, der Burgraben zugeschüttet. Königsmarck erhielt die Burg als Pfand und nutzte sie als Witwensitz der Familie. 1735 wurde die Burg an die kurhannoversche Regierung verkauft und für die regionale Verwaltung genutzt. Nach der Verwaltungsreform von 1857 wurde der Amtssitz nach Lehe verlegt und die Burg verlor ihre Bedeutung als Verwaltungsmittelpunkt. An der Erhaltung der Burg Bederkesa besteht aufgrund ihrer Bedeutung für die Landes-, Siedlungs- und Ortsgeschichte sowie die Bau- und Kunstgeschichte ein öffentliches Interesse. Darüber hinaus ist ihre städtebauliche Bedeutung wegen des prägenden Einflusses auf das Orts- und Landschaftsbild sowie auf das räumliche Gefüge der Burganlage evident und die Erhaltung auch diesbezüglich im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61362478 | Wasserburg
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von O (2023)
Ansicht von SW (2023)
Ansicht von NW (2023)
Ansicht von NO (2023)
Nordfassade des eingeschossigen Anbaus am Südflügel (2023)
Ansicht von Südwesten 2017 (2017)

