Eulenburg
- Landkreis
- Schaumburg
- Samtgemeinde
- Rinteln, Stadt
- Gemeinde
- Rinteln
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Rinteln
- Adresse
- Klosterstraße 21
- Objekttyp
- Klostergebäude
- Baujahr
- 14.Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c46c6065-3084-4023-a63e-7b50a08917ef
- System-ID
- #61432692
- ADABweb-ID
- 34068192
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Dreigeschossiger verputzter Massivbau unter Satteldach, sehr steile Giebel formend. Vollunterkellerung. Eckquaderung an den Gebäudeecken (Lang- und Kurzwerk) und an der Giebellinie. Unregelmäßig angeordnete, zwei- und dreiteilige Recheckfenster mit profilierter Sandsteinrahmung. An der stadtabgewandten Gebäuderückseite (West) Risalit mit Zwerchgiebel. Erschließung an der Ostseite durch Tür mit Kragsturz über doppelläufige Freitreppe, darunter rundbogiger Kellereingang;Erschließung an der Rückseite durch doppelflügelige Tür im Risalit. Zweifach ausgebautes Dachgeschoss unter Satteldach in Pfannendeckung mit Schleppgauben. (Ausbau 1949/1950). Der ehem. Stadthof des Klosters Möllenbeck, 1483 erstmals erwähnt, ist ein im Kern gotisches Bauwerk mit steilem Giebel, die inschriftlichen Datierungen 1591 und 1662 sind mit Umbauten zu verbinden. Seit 1908 Museum Eulenburg der Grafschaft Schaumburg, Ausstellungungen mit Schwerpunkten zur Universitätsgeschichte, Festung Rintelns, sowie in naturkundlicher Ausrichtung zum Weserraum.
- Denkmalbegründung
- In seiner charakterisitisch schmalen, hohen Gestalt eines gotischen Burgsitzes stellt der Klosterhof Möllenbeck eines der ältesten profanen Bauwerke in Rinteln dar. Als städtisches Anwesen des Klosters Möllenbeck gehört das Gebäude zu den wenigen erhaltenen Gebäuden der ersten planmäßigen Besiedlung auf einer Talsandinsel der Weser, welche um 1235 durch Graf Adolf IV von Holstein-Schaumburg angeregt wurde. Es verfügt somit über hohen orts- und siedlungsgeschichtlichen Zeugniswert, ist zudem als Bauwerk der Gotik bau- und kunstgeschichtlich bedeutsam und noch dazu wegen seines regionalen Seltenheitswertes wissenschaftlich und wegen der nicht alltäglichen künstlerischen Gestaltwerte künstlerisch bedeutsam. Das räumliche Gefüge der Klosterstraße wird maßgeblich durch die städtebauliche Disposition des Klosterhofes entlang der westlichen Stadtbefestigung bestimmt. Wegen der zugrunde liegenden geschichtlichen, wissenschaftlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung besteht am Erhalt der sog. Eulenburg Klosterstr. 21 in Rinteln ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61765908 | Klosteranlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

