Hof Brune
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Bad Laer
- Gemeinde
- Remsede
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Remsede
- Adresse
- Hilterstraße 5
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1865
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c389362d-04fa-4b8e-ba12-3f732b928a7a
- System-ID
- #61736114
- ADABweb-ID
- 45795971
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Inmitten des Siedlungskerns gelegenes Wohn-/Wirtschaftsgebäude, hallenhausähnlicher Putzbau, Fassadengestaltung mittels Quadersockel, Eckbetonungen und Öffnungsumrandungen mit geschweiftem Sturz, Wohnteil mit beidseitiger Erweiterung, Satteldach, errichtet 1865 (i).
- Denkmalbegründung
- Die Bauerschaft Remsede liegt im Nordosten der Gemeinde Bad Laer. Während sich der Süden hügelig und mit Mischwald bestanden zeigt, sodass dieses Gebiet nicht besiedelt ist, liegt der Siedlungsschwerpunkt sowie die Siedlungsdichte an der Hauptstraße, welche die Bauerschaft von der Nordspitze in südwestliche Richtung durchläuft. Im Westen, im Tiefbereich der Bauerschaft, durchfließen der Remseder Bach und der Süßbach die Gemarkung, welche durch künstliche Entwässerungsgräben verbunden sind. Die ursprüngliche Besiedlung setzte sich aus 14 Voll- und Halberbenhöfen zusammen, welche in der typischen Streulage zueinander lagen. Der heutige Siedlungsschwerpunkt inmitten der Gemarkung bildete sich durch Verdichtung Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts sowie nach dem Zweiten Weltkrieg, wodurch auch einige Hofanlagen in diesen Siedlungsbereich eingegliedert worden - wie beispielsweise die Hofanlage Brune. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude gehört zu diesem Hof, der sich inmitten des Siedlungsschwerpunktes südlich der Hauptstraße befindet. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude ist ein sehr gutes Beispiel für ein massives Hallenhaus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der die massive Bauweise verstärkt Einzug in den ländlichen Bereich fand. Waren bis 1860/70 reine Fachwerkgebäude vorherrschend, entstanden vermehrt nach 1850 landwirtschaftliche Neubauten in alter Tradition als hallenhausähnliche Bruchstein- oder Ziegelbauten. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude zu Hof Brune ist ein wichtiger Vertreter dieses Konstruktionstypus. Sein Aussage- und Zeugniswert wird zudem durch die Tatsache gesteigert, dass es der einzige Massivbau dieser Zeit in Remsede ist, der authentisch erhalten ist. Darüber hinaus kommt dem Wohn-/Wirtschaftsgebäude eine gewisse Bedeutung innerhalb der Siedlungs- und Wirtschafts- bzw. Agrargeschichte zu. An der Erhaltung des Objektes besteht daher ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

