Schweckendieckplatz
- Landkreis
- Stadt Emden (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Emden, Stadt
- Gemeinde
- Emden
- Objekttyp
- Platzanlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c34871c0-7b5d-42e4-8eee-480ca19b42f1
- System-ID
- #61596871
- ADABweb-ID
- 36355886
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Der Schweckendieckplatz befindet sich östlichen Ende der Ringstraße, westlich vom Stadthafen gelegen; der Platz wurde 1915 nach Carl Schweckendieck benannt. Die Platzsituation ergibt sich aus der Kreuzung von fünf Straßen: Ringstraße, Schweckdieckerstraße, Nesserlander Straße, Am Delft und Neptunstraße. Da es sich um unregelmäßig angeordnete Straßeneinmündungen handelt, gibt es nur an der Ostseite eine geschlossene Platzkante mit Blockrandbebauung. Die anderen Platzseiten werden von Eckgrundstücken mit Solitärbauten gebildet. Das Grundstück an der Nordwestseite zwischen Ringstraße und Neptunstraße ist heute unbebaut und wird als Parkplatz genutzt. Bei den Häusern handelt es sich um mehrgeschossige Verwaltungsgebäude bzw. Wohn- und Geschäftshäuser, die überwiegend vor dem Ersten Weltkrieg errichtet wurden. Der Namensgeber Carl Schweckendieck erhielt 1915 ein Denkmal, das vor der Nr. 5 steht.
- Denkmalbegründung
- Die Anlage des Schweckendieckplatzes gehört zu der Stadterweiterung Emdens außerhalb der Wallanlagen und ist Teil der Stadtentwicklung unter dem Oberbürgermeister Leo Fürbringer (1843-1923). Im Südwesten entstand auf dem Areal des Kaiser-Wilhelm-Polders das sog. Behördenviertel, der Bebauungsplan stammt von dem international agierenden Stadtplaner Hermann Josef Stübben. Die um 1900 angelegte Ringstraße mit ihrer breiten Mittelpromenade, die halbkreisförmig die Linie der Wallanlagen bis zum Schweckendiekplatz aufnimmt, mündet in den Schweckendieckplatz. Der Kreuzungsbereich ist aufgeweitet und vermutlich im Zusammenhang mit der Aufstellung des Schweckendieck-Denkmals 1915 nach Carl Schweckendieck benannt worden. Die angrenzenden Grundstücke wurden neu zugeordnet, so erhielten beispielsweise an der Ostseite die Gebäude nun die Adresse Schweckendieckplatz statt Nesserlander Straße. Der Schweckendieckplatz ist geprägt von Wohn- und Geschäftshäusern sowie Verwaltungsgebäuden (Kontorhäusern), deren Fassaden auch teilweise korrespondierten – so nahmen die Neorenaissancebauten Schweckendieckplatz 4 und sowie das zerstörte Gebäude Ringstraße 45 mit ihren Erkern und Giebeln Bezug aufeinander. Am Schweckdieckplatz entstanden – auch aufgrund der Nähe zum Binnenhafen – repräsentative Firmensitze für Reedereien und Unternehmen wie die Emder Verkehrs AG (Nr. 1) und die WETAG (Westfälische Transport- und Aktiengesellschaft, Nr. 6). Die Bebauung entstand in den Jahren 1904 bis 1924, die Fassaden sind bzw. waren im Stile des Neoklassizismus und der Neorenaissance ausgebildet, nach Kriegsschäden sind sie teilweise vereinfacht erneuert worden, ein vollständiger Kriegsverlust ist der Neorenaissancebau in der Ringstraße 45, auch der Nachfolgebau aus den 1950er Jahren, das Neptun-Haus, ist heute nicht mehr vorhanden. An der Erhaltung der Platzanlage mit ihrer Bebauung besteht aufgrund ihrer geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung wegen ihres ortsgeschichtlichen, siedlungs- und stadtbaugeschichtlichen sowie des stadtbildprägenden Schau- und Zeugniswerts ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61597092 | Verwaltungsgebäude | Schweckendieckplatz 3
61597095 | Verwaltungsgebäude | Schweckendieckplatz 6
61597082 | Verwaltungsgebäude | Nesserlander Straße 1
61597093 | Wohnhaus | Schweckendieckplatz 4
61597089 | Denkmal | Emden, Stadt - Emden
61597094 | Wohn-/Geschäftshaus | Schweckendieckplatz 5
61597090 | Verwaltungsgebäude | Schweckendieckplatz 1
61597091 | Verwaltungsgebäude | Schweckendieckplatz 2
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

