Berliner Bär
Ansicht von Westen (2021)
Ansicht von Nordosten (2021)
Ansicht von Norden (2021)
Ansicht von Südwesten (2021)
Ansicht von Süden (2021)
Einweihung 24.06.1967 (1967)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Ronnenberg, Stadt
- Gemeinde
- Ihme-Roloven
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Ihme-Roloven
- Adresse
- Hiddestorfer Straße
- Objekttyp
- Denkmal
- Baujahr
- 1967
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c3245bd9-533a-4d5c-b934-3a0c46061671
- System-ID
- #61358838
- ADABweb-ID
- 31176907
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Berliner_Baeren
- Beschreibung
- Etwa 85 cm hohe Bronzeplastik eines schreitenden Bären in leicht vereinfachten Formen auf rechteckiger Plinthe, der Kopf ist leicht seitlich und nach links gedreht. Die Plinthe ist einmal am Rand und auf der Oberseite mit dem Schriftzug "Kliem" signiert. Die Plastik steht inmitten einer von Bäumen gesäumten Grünfläche auf einem ca. 150 cm hohem Waschbetonsockel und wurde am 24. Juni 1967 aufgestellt. Eine straßenseitig angebrachte Granitplatte mit vertieft eingearbeiteter Inschrift "BERLIN 312 KM" wurde offenbar später als Ersatz für verloren gegangene Bronzebuchstaben angefertigt.
- Denkmalbegründung
- Durch die westdeutsche Regierung wurden von 1954 an Steine mit Angabe der Entfernung in Kilometern zu Berlin aufgestellt. Sie sollten unter dem Eindruck der Ereignisse des 17. Juni 1953 und später des Mauerbaus 1961 an die Teilung Deutschlands und dessen eigentliche Hauptstadt erinnern. Zu den bekanntesten für solche Steine verwendeten Gestaltungen gehört der Bär der Bildhauerin Renée Sintenis, aber auch andere Künstler wurden in diesem Zusammenhang mit Entwürfen des Berliner Wappentiers beauftragt, teilweise sogar für eine Aufstellung außerhalb Deutschlands. Der Sportverein Ihme-Roloven unterhielt in den 1960er Jahren eine Partnerschaft mit einem Westberliner Sportverein und bemühte sich um den Erwerb eines Berliner Meilensteins. Der Bildhauer Hildebert Kliem (1927–1986) wandte sich in einem Schreiben vom 14. Januar 1967 an den Verein, der die Aufstellung eines von ihm angefertigten Meilensteins mit Bronzebären an der Weggabelung Hauptstraße / Hiddestorferstraße am 6. Februar 1967 einstimmig bewilligte. In einer Feierstunde wurde das Denkmal enthüllt, Polizeibeamte aus West-Berlin hielten eine Ehrenwache. Die Beamten waren mit dem Flugzeug angereist, da eine Fahrt mit den Uniformen über die Transit-Autobahn verboten war. Weitere Kopien des vom Bildhauer Kliem gestalteten Meilensteins gehören zu den von Berlin am weitesten entfernten, sie stehen in Reykjavik (1967), Dallas (1970), Santiago de Chile (1972) und auf Helgoland. Zu den jüngsten dürfte der 1988 im Wilmersdorfer Rathaus in Berlin aufgestellte Bär gehören. In Neumarkt in der Oberpfalz steht eine Kopie, die von engagierten Mitbürgern mit regelmäßig wechselnden Verkleidungen ausgestattet wird. Das weltweit bekannte Exemplar in Reykjavik und das weit weniger bekannte in Ihme-Roloven gehören aufgrund des Entstehungsjahrs 1967 zu den ältesten Abgüssen. Aufgrund der Beispielhaftigkeit für Erinnerungskultur im Zusammenhang mit der deutsch-deutschen Teilung und als Werk eines überregional bekannten Künstlers besteht ein öffentliches Interesse an der Erhaltung des darüber hinaus städtebaulich platz- und straßenbildprägenden Gedenksteines.
- Weiterführende Links
- Wikipedia: Berliner Bär (Hildebert Kliem)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
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Einweihung 24.06.1967 (1967)

