Grabmal von Emmich
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Südstadt
- Adresse
- Orli-Wald-Allee 2
- Objekttyp
- Grabmal
- Baujahr
- 1916
- Personen
- Vierthaler, Ludwig
Wolf, Paul
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c083d5ff-62cd-4a80-acfe-9bddf259c5d6
- System-ID
- #61296055
- ADABweb-ID
- 30819859
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Gewaltiger Steinbau aus Ettringer Tuffstein. Über einem zweistufigen quadratischen Unterbau von 5,20 m Breite erhebt sich ein kreisrunder Sockel, auf welchem sieben Pfeiler von keilförmigem Querschnitt und 1,60 m Höhe sich zu einem Rundbau zusammenschließend, der oben aufliegende, gewölbte Monolith-Deckstein hat einen Durchmesser von 3,40 m und eine Höhe von 1,28 m. Der Mittelpfeiler steht in der Achse der Gesamtanlage und trägt das Wappen von Emmichs sowie darunter die Widmungsinschrift. Die Öffnungen zwischen den Pfeilern sind durch schlichte Steingitter geschlossen. Im Architrav findet sich umlaufend der Name von Emmichs. Errichtet 1916 nach Entwurf von Stadtbaurat Paul Wolf, der hiermit im Sinne der „alten germanischen Sitte der Heldenehrung“ (Zeitschrift für Architektur und Ingenieurwesen 1918) zugleich an niedersächsische Hünengräber und an das Mausoleum des Gotenkönigs Theoderich in Ravenna erinnern wollte. Darüber hinaus ist auch eine gedankliche Verbindung zu den Bunkerbauten des Ersten Weltkrieges denkbar. Das Monument ist in der Mittelachse eines 1916 neu angelegten Gräberfelds angeordnet. Schon bauzeitlich war das Grabmal, auf einer ungeteilten Rasenfläche stehend, von drei Seiten von einer geschnittenen Hecke eingefriedet, hohe alte Zypressen flankieren das Grabmal.
- Denkmalbegründung
- Albert Theodor Otto Emmich (ab 1912 von Emmich) war ein General des Ersten Weltkriegs, dessen Armeekorps im August 1914 an der Eroberung von Lüttich (Belgien) beteiligt war. Gemeinsam mit Paul von Hindeburg wurde er im August 1915 zum hannoverschen Ehrenbürger ernannt. Er verstarb im Dezember 1915 in Hannover und wurde auf dem Friedhof Engesohde beigesetzt (Abt. 15, Nr. 188). Noch während des Kriegs ließ die Stadt Hannover 1916 zum ersten Todestag unter Stadtdirektor Heinrich Tramm und auf Kosten der Stadt Hannover ein monumentales Ehrengrab für von Emmich errichten, das von Stadtbaurat Paul Wolf entworfen und von Ludwig Vierthaler gestaltet wurde. Der Status als städtisches Ehrengrabmal ist wegen Emmichs Kriegsverbrechen gegen die belgische Zivilbevölkerung wie Massenhinrichtungen und Vergewaltigungen, äußerst umstritten. Als Baudenkmal besteht allerdings an der Erhaltung des Grabmals sowohl wegen der kultur- als auch personengeschichtlichen Bedeutung, als typisches Bauwerk der späten Kaiserzeit sowie zudem in städtebaulicher Hinsicht wegen des anlagenbildprägenden Zeugniswerts ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261313 | Friedhofsanlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

