Kirche St. Martin
- Landkreis
- Northeim
- Samtgemeinde
- Einbeck, Stadt
- Gemeinde
- Greene
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Greene
- Adresse
- Kirchplatz
- Objekttyp
- Kirche
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c06b4e60-8af6-4459-a4ce-6b630598a6ba
- System-ID
- #61409218
- ADABweb-ID
- 33693615
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Es handelt sich um einen Ost-West-gerichteten rechteckigen verputzten Saalbau unter Satteldach über dem Langhaus, mit einem 3/8-Abschluss unter einem abgewalmten Dach im Osten. Im Westen ragt ein Turm über querrechteckigem Grundriss auf einem kreuzgratgewölbtem Unterbau mit Glockenhaus und bekrönendem Dachhelm auf. Im Inneren wird der Kirchenbau von schlanken Holzstützen der U-förmigen Empore in drei Schiffe eingeteilt. Überspannt wird der mittlere Raum durch eine Holztonne aus der Zeit um 1700, die die ursprüngliche Flachdecke ersetzte. Zahlreiche kirchliche Einrichtungsgegenstände und Ausstattungsstücke sind in der St. Martinskirche erhalten, dazu zählen beispielsweise der Ende des 15. Jahrhunderts aufgestellte Flügelaltar sowie der um 1700 angefertigte Kanzelaltar. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurden bedeutsame Wandmalereien der Renaissance in Kalksecco-Technik entdeckt und freigelegt. Im Kern mittelalterlich, Um- und Erweiterungsbauten von 1424, 1578, 1690 und 1716 sowie im weiteren 19. Jahrhundert.
- Denkmalbegründung
- Die Greener Kirche hat ihren Ursprung in einer um 770 dem heiligen Martin geweihten Kirche, das Untergeschoss des Turmes weist noch romanisierende Merkmale auf. Bei einer Gesamtrenovierung zwischen 1977 und 1980 konnte der Gründungsbau rekonstruiert werden, es handelt sich um einen kleinen rechteckigen Saalbau aus dem 9./ 10. Jahrhundert, der bei Streitigkeiten um den Besitz der Burg im Jahre 1424 größtenteils zerstört wurde. Der erhaltene kreuzgratgewölbte Unterbau des Kirchturms wurde im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts aufgestockt, diese Bauphase wird durch ein gekehltes Gurtgesims markiert. Seine heutige Gestalt erhielt der Turm im 16. Jahrhundert, als der mehrgliederige, oktogonale Turm aufgesetzt und in einem Inschriftenstein unterhalb des Glockenhauses mit der Jahreszahl 1578 festgehalten wurde. Einhergehend mit der Umgestaltung des Kirchturmes erfolgte auch die Erweiterung des Kirchenschiffes, welches im 18. Jahrhundert seinen Chor mit dreiseitigem Abschluss erhielt. An der Kirche St. Martin besteht daher aus ortsgeschichtlichen Gründen, aufgrund des Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte, aus künstlerischen Gründen mit bedeutender Innenraumausgestaltung sowie aus städtebaulich ortsbildprägenden Gründen ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61403809 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

