Kirchenburg Ankum
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Bersenbrück
- Gemeinde
- Ankum
- Gemarkung
- Ankum
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Ankum
- Objekttyp
- Kirchenanlage (Baukomplex)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- bae6b4fe-d3eb-48ef-a753-dbc0290c5449
- System-ID
- #61742406
- ADABweb-ID
- 46947769
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Die Kirchburg besteht aus der Kirche St.Nikolaus, einem kleinen Friedhof auf der Ostseite der Kirche, einer Arkadenreihe an der Westseite des Platzes, die lokal auch als sogenannte Marktbögen bekannt sind, sowie der Mauer bzw. Einfriedung des Platzes.
- Denkmalbegründung
- Ankum bildet den geografischen Mittelpunktes des nördlichen Osnabrücker Raumes. Urkundlich erscheint Ankum erstmals 977, 1169 wird es als Pfarrei Ankum greifbar. Auch als militärischer Stützpunkt spielte Ankum mit seiner Kirchenburg eine Rolle. Jedoch wurde laut einer Urkunde das Bollwerk 1340 durch den Fürstbischof von Münster zerstört. Anschließend verlor Ankum an Bedeutung als Verwaltungsmittelpunkt, da das Osnabrücker Nordland in dieser Zeit in zwei Ämter geteilt wurde. Dennoch blieb die wirtschaftliche Bedeutung des Dorfes zunächst aufgrund der günstigen verkehrsgeografischen Lage noch erhalten. In Ankum kreuzen sich die Straßen von Quakenbrück, Bersenbrück, Osnabrück, Üffeln, Voltlage, Schwagstorf, Bippen und Kettenkamp. Zu Beginn des 19. Jh. setzte jedoch eine wirtschaftliche Stagnation ein. Ankums Entwicklung hat das Dorf in Struktur und Funktion immer wieder umgeformt, die ursprüngliche Form ist fast völlig verwischt. Dennoch sind Spuren und Elemente aus allen wichtigen Phasen erhalten. Bereits im 11. Jahrhundert begann der Bau einer steinernen Kirche mit Kirchenburg. Diese besondere Bauform der Kirche war von eigenen Verteidigungsanlagen umgeben und konnte von Ansässigen auch als Verteidigungsbau genutzt werden. 1250 wurde die Kirche zur dreischiffigen Basilika erweitert. Diese Kirche wurde nach verschiedenen Umbauten und Erweiterungen im Jahr 1892 durch einen Brand zerstört. 1895 begann der Bau einer neogotischen Kirche unter Leitung des Architekten Johannes Franziskus Klomp. Im Jahr 1900 wurde die Kirche eingeweiht. Der sogenannte Artländer Dom ist mit seinen erhaltenen Außenanlagen ein Denkmal aufgrund seiner Bedeutung für die Siedlungsgeschichte, wie auch für die Bau-, Kunst- und Architekturgeschichte, aufgrund seiner Bedeutung für die Wissenschaft, insbesondere für die Bauforschung, sowie aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung als Landmarke und straßen- sowie ortsbildprägenden Wirkung. An der Erhaltung besteht ein öffentliches Erhaltungsinteresse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

