Baugeschäft Rathkamp
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Göttingen, Stadt
- Gemeinde
- Göttingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Göttingen
- Adresse
- Groner-Tor-Straße 1
- Objekttyp
- Wohn-/Geschäftshaus
- Baujahr
- 1871
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- bac0436a-a28a-4b3b-a96b-3098b362fbc7
- System-ID
- #61561350
- ADABweb-ID
- 35864699
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Freistehender dreigeschossiger Sandsteinbau mit symmetrisch aufgebauten Fassaden, mit Mittelrisalit in der Nord- und der Südfassade und einem Walmdach in Ziegeldeckung. Voll unterkellert und mit Sockelgeschoss, im erhöhten Erdgeschoss Quadermauerwerk, in den beiden Obergeschossen grober belassene Steine mit Werksteineinfassungen. Die Öffnungen segmentbogenförmig und streng übereinander liegend. Der Eingang befindet sich im nördlichen übergiebelten Risalit, das obere Fenster hier spitzbogenförmig und mit Maßwerk, das Fenster mit Glasmalereien; der rückwärtige südliche Risalitgiebel mit einer rundbogigen Dreifenstergruppe, hier mit in die Fenster eingestellten Säulen mit Kapitellen, die Gesimse und Friese sowie auch die die Traufe tragenden Konsolen in unterschiedlichen Formen in Sandstein ausgebildet. Erbaut 1871 durch die Firma Rathkamp als Wohnhaus und Sitz für ihr Baugeschäft.
- Denkmalbegründung
- Um 1870 setzte die Besiedlung mit Villen jenseits des ehemaligen Groner Tores ein. Neben den ansonsten meist zweigeschossigen reinen Wohnbauten steht das dreigeschossige ehemalige Wohn- und Geschäftshaus der Firma Rathkamp. Diese Firma war ein 1861 von Johann Conrad Rathkamp (1828-1910) gegründetes Göttinger Baugeschäft. Der Firmensitz, der zugleich auch das Wohnhaus der Familie Rathkamp war, ist ein Entwurf von Conrad Rathkamp von 1871 und liegt an der Groner-Tor-Straße 1. Dessen beide Söhne Robert (1854-1926) und Wilhelm Rathkamp (1861-1937) machten eine Ausbildung als Maurermeister und waren anschließend als Schüler von Conrad Wilhelm Hase an der Polytechnischen Schule in Hannover eingeschrieben. Zahlreiche Bauwerke, die der Architektur der Hannoverschen Schule zuzuordnen sind, wurden von diesem Baugeschäft aus in Göttingen und in der näheren Umgebung erbaut. Das Wohn- und Geschäftshaus Rathkamp gehört zu den qualitätvollen Bauten, die sich durch hohen architektonischen Aufwand hinsichtlich Material und Form als einheitliche Gruppe vornehmer Gebäude aus der umgebenden Bebauung herausheben. Seine Erhaltung liegt daher aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen wegen des orts-, bau- und kunstgeschichtlichen, stiltypischen und straßenbildprägenden Zeugniswerts sowie im Hinblick auf die für das Bauwesen von Göttingen um 1900 wichtige Familie Rathkamp auch aufgrund der personengeschichtlichen Bedeutung im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61554782 | Häusergruppe
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

