Festungsanlage Stade
- Landkreis
- Stade
- Samtgemeinde
- Stade, Stadt
- Gemeinde
- Stade
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Stade
- Objekttyp
- Stadtbefestigung
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- b9efce23-3494-42d6-b834-97615f361d96
- System-ID
- #61324742
- ADABweb-ID
- 30945736
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ortsbildprägende, weitgehend gut erhaltene, barocke Festungsanlage, bestehend aus Bastionen, Ravelins und dem umschließenden Burggraben. Im Umfeld des Ausbruchs des Dreißigjährigen Kriegs ab 1618 als Ausbau der mittelalterlichen Stadtbefestigung durch Anlage dreiecksförmiger Bastionen und Ravelins entstanden, nach Einnahme Stades durch schwedische Truppen ab 1648 nach Planungen von Conducteur Erik Jonsson Graf von Dahlberg (1625-1703) bis in die 1690er Jahre erweitert und ausgebaut. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg ab 1871 Entfestigung und Umwandlung des barocken Wallrings in städtische Grünanlagen.
- Denkmalbegründung
- Die Stader Stadtbefestigung, die ursprünglich im Spätmittelalter während der Hansezeit als ein vom Umflutgraben der Schwinge umzogener Stadtmauerring entstanden ist, erhielt im 17. Jahrhundert im Umfeld des Dreißigjährigen Kriegs ihre bis heute erhaltene Grundstruktur als System dreiecksförmiger Befestigungsanlagen. So ist die Stadtbefestigung ein bis heute stadtbildprägendes Dokument für die Herrschaft der Schweden über Stade, die von der Eroberung der Stadt 1645 bis zur Einnahme durch dänische Truppen 1712 dauerte. Mit ihren charakteristischen Dreiecksstrukturen ist die Stader Stadtbefestigung ein wichtiges Beispiel für die Festungsbaukunst des 17. Jahrhunderts, die von den kriegerischen Auseinandersetzungen jener Zeit im Umfeld der damaligen Glaubenskämpfe sowie der zeitgenössischen Entwicklung absolutistischer Herrschaftsregime künden. Im Stader Stadtbild ist der ehemalige Wallring auch nach der Schleifung der schon seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert allmählich militärisch sinnlos gewordenen Befestigungsanlagen bis heute präsent, da er ab 1871 in weiten Teilen in öffentliche Grünanlagen umgewandelt wurde. Die Erhaltung der Stadtbefestigung liegt wegen der geschichtlichen Bedeutung als wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte von Stade, als einem charakteristischen Beispiel des barocken Festungsbaus, wegen seines stadtbaugeschichtlichen Zeugniswerts als auch aufgrund der städtebaulichen Bedeutung durch seinen prägenden Einfluss auf das Ort- und Landschaftsbild, im öffentlichen Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61325265 | Brücke (Bauwerk) | Stade, Stadt - Stade
61324914 | Bastion | Stade, Stadt - Stade
61324915 | Bastion | Stade, Stadt - Stade
61324912 | Bastion | Stade, Stadt - Stade
61324913 | Bastion | Stade, Stadt - Stade
61324918 | Wassergraben | Stade, Stadt - Stade
61783057 | Museum | Auf der Insel 1
61324953 | Gefallenendenkmal | Stade, Stadt - Stade
61324916 | Ravelin | Stade, Stadt - Stade
61324917 | Ravelin | Stade, Stadt - Stade
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

