Anwesen Villa "Salve Hospes"
- Landkreis
- Stadt Braunschweig (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Braunschweig, Stadt
- Gemeinde
- Innenstadt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Braunschweig
- Adresse
- Lessingplatz 12/13
- Objekttyp
- Villenanwesen
- Personen
- Krahe, Peter Joseph (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- b9b694d1-faa3-4592-abef-8dc173264f97
- System-ID
- #61579205
- ADABweb-ID
- 36001281
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Repräsentative und künstlerisch bedeutende Dreiflügelanlage des Frühklassizismus mit Pflasterung und Einfriedung, einschließlich dem ehemaligen Orangeriegebäude am Lessingplatz 13 sowie dem Wirtschaftsgebäude "Holzstall". Der ehemals dazugehörende Landschaftspark ist heute überformt.
- Denkmalbegründung
- Während des Abtragens des Festungswalls erhielt der herzogliche Baumeister Peter Joseph Krahe den Auftrag der Errichtung einer Villa mit einem großen Grundstück am neu entstandenen Augusttor für den wohlhabenden Getreide- und Hopfenhändler Dietrich Wilhelm Krause. Als damals noch freies Bauland im Übergang der Stadt zur freien Landschaft war es eine hervorragende Lokalität zur Errichtung einer palladianischen Villa. Der Architekt entwarf das Haus und den Park „Salve Hospes“, welche als ein beispielhaftes Gesamtwerk eines frühklassizistischen Anwesens an architekturhistorischer Bedeutung gewann. Im 19. Jh. war die Villa als ein beliebter Treffpunkt des Braunschweiger Bildungsbürgertums. In zweiter Eigentümergeneration entstand das am Lessinglatz 13 befindliche Orangerie-Gebäude und der Landschaftspark erhielt den Namen „Hollandtsgarten“, nach dem Namen des Offiziers Hermann Hollandt, dem Gemahlin der Erbin Johanna Sand. Im Jahre 1927 fiel das Anwesen in den Besitz der Stadt Braunschweig, in der Villa wurde das Forschungsinstitut für Erziehungswissenschaften eingerichtet, bevor der Institutsleiter August Christian Riekel 1931 durch eine von den Nationalsozialisten laufenen Kampagne entlassen wurde. Von 1932-1940 stellte in der Villa das Städtische Museum vorgeschichtliche Sammlungsstücke aus, von 1940 bis 1942 befand sich in den Räumen das Deutsche Spracharchiv. Von 1942-1944 richtete sich der NS-Kunstverein in den Gebüden ein, nach dem Ende des Krieges gründete sich der Kunstverein Braunschweig e. V. neu und hat bis heute hier seinen Sitz. An der Erhaltung des Villenanwesens besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte, durch die beispielhafte Ausprägung eines Stils, aufgrund seiner künstlerischen Bedeutung für überregional nicht alltägliche Gestaltwerte und als Werk eines überregional bekannten Architekten, wie auch aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61639343 | Nebengebäude | Lessingplatz 12
61732069 | Einfriedung | Lessingplatz 12
61639719 | Nebengebäude | Lessingplatz 12
61639723 | Wirtschaftsgebäude | Lessingplatz 12 a
61762544 | Pflasterung | Lessingplatz 12
61639306 | Villa | Lessingplatz 12
61639344 | Orangerie | Lessingplatz 13
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

