Burgruine Bramburg
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Gemeinde
- Hemeln
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Hemeln
- Adresse
- Bramburgstraße
- Objekttyp
- Ruine
- Baujahr
- Erstes Viertel des 13. Jahrhunderts
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- b715c2eb-7377-49f2-ac02-2ad953da909f
- System-ID
- #61700340
- ADABweb-ID
- 41863189
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ruine der Bramburg mit erhaltenem Bergfried als Teil einer ehemaligen mittelalterlichen Höhenburg. Den Kern der ehemaligen Burg bildet ein viereckiges Plateau von 44 × 27 m Größe. Das markanteste Gebäude stellt heute die Ruine des 21,37 m hohen Bergfrieds mit 10,20 m Durchmesser dar, er u.a. ein Verlies besitzt. Das untere Drittel des Turmes stammt aus der Zeit der Ersterwähnung im ersten Viertels des 13. Jahrhunderts. Der obere Teil lässt sich in die Zeit um 1400 datieren. An den Rändern sind noch einige Verzahnungen der unten ehemals 1,45–1,80 m starken Ringmauer vorhanden. Von der Innenbebauung zeugen Kellersenken im Nordwesten und Nordosten und Spuren von Mauern parallel zur Außenbefestigung. Im Nordwesten ist zehn Meter tiefer eine 45 × 20 m große Terrasse vorgelagert. An ihrer Nordwestecke sind Reste eines unterkellerten Gebäudes von 35 × 12 m Größe vorhanden. Im Osten und Westen ist die Burg durch die natürliche Topographie geschützt. Die südliche Seite wird durch einen 20 m breiten und über 8 m tiefen Abschnittsgraben gesichert. Der früher äußerst tiefe Burggraben ist zwar teilweise zugeschüttet, aber noch deutlich erkennbar. Ruine und Turm stehen seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Familie von Stockhausen.
- Denkmalbegründung
- Die Ruine der Hangburg im Naturpark Münden steht am rechten Ufer der Weser an der westlichen Abdachung des Bramwalds im Oberwesertal in der Gemarkung Hemeln. Die Bramburg wurde sehr wahrscheinlich durch den Corveyer Abt Widukind von Spiegel zur Sicherung der Besitztümer des Klosters Corvey rund um Hemeln gegründet. Sie erscheint das erste Mal im Jahr 1224 in einer Urkunde des Klosters, muss damals aber schon einige Jahrzehnte bestanden haben. Im 30jährigen Krieg wurde sie 1623 geplündert und vermutlich zumindest teilzerstört. Die Erhaltung der Ruine liegt aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen wegen des orts- und landes-, bau- und kunstgeschichtlichen sowie landschaftsbildprägenden Schau- und Zeugniswerts im öffentlichen Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

