Alte Schanze
- Landkreis
- Nienburg (Weser)
- Samtgemeinde
- Weser-Aue
- Gemeinde
- Marklohe
- Gemarkung
- Oyle
- Objekttyp
- Burg
- Baujahr
- 8.-10. Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- b651e2b3-6665-4470-9571-6666ab2bbaba
- System-ID
- #61080285
- ADABweb-ID
- 36380504
- Fachbereich
- Archäologie
- Beschreibung
- Die „Alte Schanze“ weist einen annähernd dreieckigen Grundriss mit einer ca. 1 ha großen Innenfläche auf. Im Osten wird sie durch einen ausgeprägten, an zwei Stellen mittlerweile deutlich erodierten, 20 m hohen Steilhang geschützt, der am Fuß in eine feuchte Niederung übergeht. Im Norden fällt das Gelände ebenfalls steil zum tief eingeschnittenen, 60 m breiten Tal des „Oyler Mühlenbaches“ ab. An der West- und Südseite der „Alten Schanze“ laufen zwei Wälle, noch bis zu 2,5 m hoch über der Innenfläche erhalten, bogenförmig auf einander zu. Der westliche Wall zieht sich über eine Länge von 100 m, während der südliche 70 m lang ist. Der heutige Durchlass stellt jedoch einen modernen Forstweg dar, sodass nicht eindeutig entschieden werden kann, ob es sich hier gleichzeitig um die ehemalige Torsituation handelt. Eine sich im weiteren Verlauf des Walles andeutende zweite Unterbrechung kann ebenfalls nicht gesichert als alter Zugang interpretiert werden, zumal an dieser Stelle eine 5 bis 7 m breite und 30 m lange Berme liegt. Der den beiden Wällen vorgelagerte Graben ist zwischen 7 bis 8 m im Westen und 10 bis 12 m im Süden breit und zeigt eine Tiefe von noch 1 bis 1,5 m. Der anschließende zweite niedrigere „Vorwall“ im Westen ist einer natürlichen Geländeerhebung geschuldet, vor der ein weiterer zwischen 3,5 bis 7 m breiter und bis zu 1 m tiefer Graben liegt. Das nördlich an die Burg anschließende Tal wird durch ein quer zum Bach gelegenes, noch mit 2 m Höhe erhaltenes Wallstück unterbrochen, das in direkter Flucht auf eine Erhebung orientiert ist. Die Interpretation des Wallstückes im nördlich gelegenen Bachtal ist nicht ganz klar. Es ist gut vorstellbar, dass es sich hierbei um den Rest eines Stauwehres mittelalterlicher oder neuzeitlicher Zeitstellung handelt (vgl. Heine 2000, 139). Der Name des hier durchfließenden Baches „Oyler Mühlenbach“ deutet eine entsprechende Nutzung an, die auch in früherer Zeit möglich war. Reste einer kleinen Wassermühle, die bereits auf der Karte von Schuchhardt (1905, Blatt 61 A) verzeichnet ist, finden sich heute allerdings an der östlichen Seite der Burg an einem weiteren Stauweiher. Diese Wassermühle wird über einen Inschriftbalken ins Jahr 1716 datiert (Wormuth 2013, 197). Denkbar wäre aber auch, dass, wie bei Schuchardt (1905, Blatt 61 A) angedeutet, das Wallstück den Rest einer Fortsetzung des Burgwalles darstellt, welcher zur Aufstauung des Wassers und damit zum zusätzlichen Schutz der Anlage gedient hat.
- Literatur
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- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

