Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Landkreis
- Gifhorn
- Samtgemeinde
- Hankensbüttel
- Gemeinde
- Steinhorst
- Gemarkung
- Steinhorst
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Steinhorst
- Adresse
- In der Seege 3
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- um 1830 - 1850
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- b5db8921-876a-4134-9412-3f4cf4599609
- System-ID
- #61769155
- ADABweb-ID
- 53986350
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Südlich der Furt gelegen und mittig auf der Grundstücksfläche platziert, präsentiert sich giebelständig zur Zufahrt ein freistehender Fachwerkbau mit Backsteinausfachungen unter Halbwalmdach in Hohlpfannendeckung. Wirtschaftsteil mit Diele im östlichen Gebäudeteil, westlich Wohnteil zweigeschossig in Stockwerksbauweise. Am Ostgiebel mittig Dieleneinfahrtstor, rechts davon ein hölzerner Anbau unter Pultdach. Fassadenseitig hat das Fachwerk wenige nachträglich Veränderungen vorzuweisen; im Wirtschaftsteil sind Mistgangtür und Stall-Luke erhalten. Das Dachtragewerk zeigt den authentischen vermutlich bauzeitlichen Zustand eines unverbauten Dachstuhles, doppelt stehender Stuhl, leicht nach innen geneigte Stuhlsäulen, gleichmäßige Sparrenanordnung, bedeckt von modernen Hohlpfannen im Mörtelbett. Dachgeschosseinbauten [vermutl. (Räucher)kammern] in Fachwerk mit Lehmausfachungen erhalten. Das Obergeschoss liegt fast unverändert vor mit Lehminnenputz und teilweise Lehmsteingefachen, nach außen öffnende Holzfenstern des späten 19./ frühen 20. Jahrhunderts. Wellerhölzer an den Holzbalkendecken und kassettierte Innentüren des 19. Jahrhunderts. Die Darstellung auf einer Kupon-Karte aus dem Jahr 1873 und auch die Preußische Landesaufnahme von um 1890 belegen den heutigen Standort des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes. Im Analogieschluss zu ähnlichen Objekten dieses Bautyps macht eine Einordnung der bauzeitlichen Entstehungszeit auf um 1830 bis um 1850 wahrscheinlich. Die Inschrift auf dem Dielentorbalken nicht leserlich.
- Denkmalbegründung
- Trotz der baulichen Veränderungen die Substanz des Haupthauses betreffend sind baugeschichtliche und gebäudetypologische Zeugniswerte einer Großkötner-Hofanlage in der Südheide vorhanden. Die Hofstelle weist baulich einige typische Schauwerte regionaltypischer ländlicher Baukultur auf: als kombiniertes Wohn-/Wirtschaftsgebäude der Zeit um 1830 bis um 1850 hat der Fachwerkbau orts-, sozial-, und auch kulturhistorische Zeugniswerte. Die handwerklichen und konstruktiven Details hinsichtlich der überkommenen Substanz im Inneren (OG und Dachstuhl) haben neben der baugeschichtlichen Relevanz auch gebäudetyplogische Bedeutung. Das ländliche Wohnen und Arbeiten auf einer Großkötnerstelle im 19. Jahrhundert lässt sich gut nachvollziehen. Darüber hinaus liegt eine siedlungsgeschichtliche Bedeutung vor; das Anwachsen von Steinhorst im 19. Jahrhundert hinsichtlich der räumlichen Ausdehnung von Hofflächen steht in einem engen Zusammenhang zu deren Baulichkeiten und ist am Beispiel In der Seege 3, Steinhorst gut nachvollziehbar. Die Erhaltung des Haupthauses der Hofanlage liegt daher im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61769136 | Hofanlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

