Villa Seligmann
Ansicht von Südwesten (2023)
Ansicht von Nordosten (2023)
Ansicht von Nordwesten (2023)
Garten und Einfriedung zur Kleinen Pfahlstraße von Osten (2023)
Auffahrt, Garten und Einfriedung von Osten (2023)
Garten nördlich der Villa (2023)
Gartenbereich mit Einfriedung südlich der Villa (2023)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Oststadt
- Objekttyp
- Villenanwesen
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- b3c86b98-7760-48b9-ba20-cedcc5a1a40b
- System-ID
- #61687723
- ADABweb-ID
- 38828700
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zweigeschossiger, freistehender und stark gegliederter Sandsteinquaderbau in neobarocken Formen mit hohem Mansarddach über dem auskragenden Kranzgesims und geschweiften Zwerchgiebeln, Lukarnen und Fledermausgauben. Das palaisartige Gebäude steht hinter einer halbkreisförmigen Auffahrt auf einem großen, parkartig angelegten Grundstück mit prägendem altem Baumbestand und ist nahezu vollständig von der teils erhaltenen bauzeitlichen Einfriedung umgeben. Die Fassaden werden durch Erker und Altane, Balkone, Risalite und Freitreppen plastisch gegliedert. Sie sind zudem durch Fensterrahmungen und -überdachungen, ornamentierte Brüstungsfelder und profilierte Gesimse aus Sandstein verziert. Das Erdgeschoss besteht aus großen Repräsentationsräumen, von denen die Große Halle, die sich über zwei Ebenen erstreckt, den zentralen Platz einnimmt. Die aufwendige wandfeste Innenausstattung aus der Erbauungszeit ist zum Großteil erhalten. Sie reicht vom Marmorentrée über hölzerne Wandverkleidungen und textile Wandbespannungen, mit Schnitzereien verzierte Treppen, Stuckaturen und Friese, Türen und Bodenbeläge bis hin zu Wand- und Deckengemälden. Ende 2006 hat die Siegmund Seligmann Stiftung das Gebäude erworben und 2012 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist die Villa Seligmann seither ein Ort für die Aufführung, Vermittlung, Erforschung und Dokumentation jüdischer Musik.
- Denkmalbegründung
- Die Villa Seligmann wurde zwischen 1903 und 1906 vom Hannoverschen Architekten Hermann Schaedtler auf einem großzügigen Gartengrundstück in der Hohenzollernstraße, am westlichen Rand der Eilenriede, für die Familie des Direktors der Continental-Gummiwerke Siegmund Seligmann erbaut. Die Villa Seligmann ist eines der wenigen gut erhaltenen Zeugnisse des jüdischen Bürgertums vor der Shoah und damit von großer Bedeutung für die Orts- und Sozialgeschichte Hannovers. Der palaisartige Bau mit seiner nahezu vollständig erhaltenen und aufwendig restaurierten Innenausstattung ist zudem als Gesamtkunstwerk nach Entwürfen des überregional bekannten Architekten Hermann Schaedtler von Bedeutung für die Bau- und Kunstgeschichte. Darüber hinaus prägt die Villa mit dem umgebenden, einst vom Stadtgartendirektor Julius Trip gestalteten Garten und der teilweise erhaltenen bauzeitlichen Einfriedung das Straßenbild im Karree Hohenzollernstraße, Kleine Pfahlstraße und Auf dem Lärchenberge und ist damit auch städtebaulich bedeutsam. Die Erhaltung der Villa Seligmann liegt aufgrund der genannten geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61781273 | Villenquartier
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von Südwesten (2023)
Ansicht von Nordosten (2023)
Ansicht von Nordwesten (2023)
Garten und Einfriedung zur Kleinen Pfahlstraße von Osten (2023)
Auffahrt, Garten und Einfriedung von Osten (2023)
Garten nördlich der Villa (2023)
Gartenbereich mit Einfriedung südlich der Villa (2023)

