Viskulenhof
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Salzstraße am Wasser 3 -5
- Objekttyp
- Speicher (Bauwerk)
- Baujahr
- 15.Jh.
- Personen
- Krüger, Franz (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- b2d18ea4-2c1e-4b38-8639-c2f1f1f43234
- System-ID
- #61266648
- ADABweb-ID
- 30665655
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Großvolumiger, traufständiger, zweigeschossiger Backsteinbau mit Keller- und Zwischengeschoss. Die Ostfassade ist gegliedert durch einen mittigen, zweigeschossigen Dacherker, dem ehemaligen Aufzugserker über einer Reihe von rundbogigen Fensteröffnungen, den ehemaligen Ladeluken und einer Folge von rundbogigen Türen und Fenstern, teilweise mit Rahmungen aus Viertelkreis- und Fasensteinen. Das hohe Erdgeschoss schließt ein von Nasensteinen eingefasster Fries mit Wappenschildreliefs ab. Im Obergeschoss sitzen beiderseits der Mittelachse je fünf Segmentbogenfenster, seitlich eingefasst mit Stabprofilen und mit Bögen aus Tausteinen zwischen einer Spitzbogenblende. Die südliche Giebelwand mit großen, segmentbogigen Öffnungen und einem eingetieften Fries in Erdgeschossdeckenhöhe. Die westliche Traufseite zum Viskulenhof mit mittigem Erker und großen, segmentbogigen Fenstern in Erd- und Obergeschoss. Errichtet als Wohnhaus etwa erste Hälfte 15. Jahrhundert, Umbau zum Speicher Ende des 15. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert Umbau mit Mansarddach. Nach einem Brand 1907 Wiederaufbau und Umbau durch den Architekten Franz Krüger. Nach erneutem Brand 1932 Aufbau mit einem Satteldach. Die Erdgeschosszone und der Dachaufbau wurden infolge der Sanierung und Umbau zum Wohnhaus 2014 in Anlehnung an den Zustand des 19. Jahrhunderts modernisiert.
- Denkmalbegründung
- Das Speichergebäude Salzstraße am Wasser 3-5 ist der einzige noch erhaltene Bestandteil des historischen Viskulenhofs, einem der größten Handelshöfe Lüneburgs. Das Anwesen wurde 1369 durch die seit etwa 1230 in Lüneburg ansässige Familie Viskule angelegt und war ein umfangreicher Komplex aus Speichern, Wohnungen, Stallungen, Buden und Salzräumen, der sich über den Baublock zwischen der Ilmenau im Osten und der Straße Im Wendischen Dorfe im Westen erstreckte. Über die stadtbildprägende Bedeutung hinaus ist der ehemals größte Salzspeicher der Stadt nicht nur von besonderer historischer Bedeutung als Beleg für die Stadtbaugeschichte, sondern ebenfalls im Kontext der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Lüneburger Hafenquartiers zu sehen. Seine Erhaltung liegt aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, aufgrund seines Zeugnis- und Schauwertes für die Wirtschafts- und Technikgeschichte, als beispielhaftes Zeugnis für den Bautyp eines mehrstöckigen Speichers sowie aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßenbild und als Element der Hafenanlage sowie als Teil der Altstadt von Lüneburg im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261684 | Altstadt (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

