Johanniskirche
- Landkreis
- Celle
- Samtgemeinde
- Eschede
- Gemeinde
- Eschede
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Eschede
- Adresse
- An der Kirche
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1710 - 1713
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- b268df37-9cdf-457e-9023-626354627111
- System-ID
- #61414762
- ADABweb-ID
- 33738606
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Saalkirche als verputzter Backsteinbau mit Fünfachtel-Chorschluss unter Walmdach in Hohlpfannendeckung. Langhaus von 1712-1713 mit einer nördlichen und westlichen Vorhalle, Fassaden durchgängig mit rundbogigen Sprossenfenstern. Am Chor ein Sakristeianbau von 1853-1856. Innenraum ist durch Emporen auf Holzstützen in drei Schiffe geteilt und von einem hölzernen Tonnengewölbe überfangen. Zur Ausstattung gehören ein barockes Kanzelaltar sowie ein Grabepitaph des Generals von Melvill aus Habighorst (1742). Unter dem Altarraum ein Grabgewölbe der Familie von Melville aus dem Jahre 1730. Westlich der Kirche ein entkoppelter Fachwerk-Glockenturm von 1710 über einem quadratischen Grundriss. Turmschaft nach oben hin verjüngend, Fassade mit einem vertikalen Holzbohlenbehang, oberer Abschluss mit einem gekehlten Pyramidendach in roter Hohlpfannendeckung mit Wetterfahne.
- Denkmalbegründung
- Die Kirche in Eschede unterstand zunächst dem Archdiakonat Beedenbostel, später wurde es von Wienhausen einverleibt. Im Jahre 1365 wird erstmalig das Kirchspiel überliefert. Über den Vorgängerbau sowie das Patrozinium ist nichts bekannt. Als der Vorgängerbau um 1710 baufällig wurde, wurde er abgetragen und ein Neubau mit entkoppelten Turm initiiert, 1713 wurde die Kirche geweiht. 1730 wurde ein Familiengrab der von Melville in Habighorst unter dem Altarraum eingerichtet, welches im 19. Jh. teils entfernt und mit Sand verfüllt wurde. Der barocke Saalbau befindet sich im östlichen Teil des alten Dorfkerns. An der Erhaltung der Johanniskirche besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für die Bau- und Kunstgeschichte sowie für die Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, wie auch aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61414337 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

